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Sollte man wirklich mit seinem Hund in den Urlaub fahren?

Reisen mit Hund

Stellst du dir diese Frage vielleicht sogar derzeit? Ich glaube, dass sich diese Frage für viele Menschen gar nicht so leicht beantworten lässt. Schließlich muss man vieles beachten, wenn man mit dem Hund in den Urlaub fahren möchte. Genauso muss man auch auf einiges verzichten. Ich möchte dich hier an unseren Überlegungen teilhaben lassen und hoffe, dass ich dir für dich und deinen Hund eine kleine Entscheidungshilfe bieten kann.

Ist ein hundefreundlicher Urlaub möglich?

Für uns steht – fast immer – fest: Boerne darf mitkommen, wenn wir den Urlaub hundefreundlich gestalten können. Damit meine ich, dass für unseren Hund richtige Städtereisen auf jeden Fall ausfallen. Boerne ist zwar inzwischen auch in größeren Städten mit vielen Menschen deutlich entspannter geworden, aber es gibt dann doch zu viele Nachteile, wenn man einen kurzen Städtetrip mit Hund plant und dabei spielt es dann auch keine Rolle mehr, ob der Hund das Großstadtleben kennt oder nicht. Aber dazu später mehr.

In unserem letzten Englandurlaub hat das Boernetier mal wieder bewiesen, wie ruhig er im städtischen Trubel bleiben kann. Dort haben wir nämlich einen kurzen Stop in Cambridge eingelegt und auf dem Markt etwas gegessen. Boerne setzte sich einfach ganz entspannt zwischen uns, während viele Menschen um uns herum liefen. Das klappte wirklich toll. Dennoch würde ich ihn niemals auf eine richtige Städtereise mitnehmen. Für unser ängstliches Landei ist das einfach nichts.

Vor allem muss man ja bedenken, dass man auf solchen Reisen auch das ein oder andere Museum, Theater oder sonstige Sehenswürdigkeiten anschauen möchte. Man möchte Essen oder feiern gehen. Also müsste man sich im Vorfeld ganz genau informieren, ob Hunde in den verschiedenen Einrichtungen erlaubt sind oder nicht. Oftmals müssen Hund draußen warten und da man sein liebes Tier ja schließlich nicht den ganzen Tag vor irgendwelchen Bauwerken anbinden kann und möchte, fallen diese Besuche dann leider aus. Wir binden Boerne übrigens noch nicht einmal in unserem Dorf alleine vor einem Geschäft an. Er könnte sich befreien (da ist er Profi) oder sogar mitgenommen werden. Das ist mir einfach zu unsicher.

Den Hund stundenweise alleine im Hotelzimmer sitzen zu lassen, funktioniert auch nicht unbedingt. Denn oftmals ist es nicht erwünscht, Hunde alleine im Hotelzimmer zurückzulassen. Und schließlich ist es auch keine gute Lösung, den Hund in den Urlaub nur mitzunehmen und dann einfach den ganzen Tag lang im Hotelzimmer zu parken. Die meisten Städtereisen dauern ja auch nur ein paar Tage und da möchte man möglichst viel von der Stadt sehen und viel erleben. Mit einem Hund ist das meiner Meinung nach wenig entspannt. Auch Restaurantbesuche gestalten sich mit Hunden machmal schwieriger.

Mit dem Hund in den Flieger?

Plant man einen Städtetripp spielt ja auch die Anreise eine große Rolle. Meist sind solche Kurzurlaube auf 3 bis 4 Tage begrenzt und man sucht sich logischerweise ein Fortbewegungsmittel mit möglichst geringem Zeitaufwand aus. Je nach ausgesuchter Stadt, bleibt da manchmal nur das Flugzeug und möchte man seinem Hund wirklich den Stress eines Fluges in einer Box im Frachtraum für diese paar Tage antun? Das mache ich nicht!

Jahresurlaub mit dem Hundetier

Anders sieht es aber aus, wenn wir “richtig” in den Urlaub fahren. Damit meine ich unseren mehrwöchigen Jahresurlaub, der meist im Sommer stattfindet. Da kommt Boerne natürlich mit! Hier planen wir zunächst im ersten Schritt unser Reiseziel. Es sollte gut mit dem Auto zu erreichen sein. Boerne kennt unser Auto und hat dort seinen eigenen festen Platz. Somit sind Reisen mit dem eigenen Auto durchaus für uns gut umsetzbar, wenn der Hund kein Problem mit dem Autofahren hat. Boerne ist jetzt seit 6 Jahren bei uns und wir sind z.B. schon mit ihm in die Niederlande, nach Schottland, Wales, England, Italien, Österreich und in die Schweiz gereist. All diese Reisen haben sogar mit unserem ängstlichen Hund super funktioniert. Die Strecken sind mit Startpunkt in Nordrhein-Westfahlen – inkl. ausreichend Pausen – gut in unter 10 Stunden zu bewältigen (für Schottland hatten wir einen Stopp in England eingeplant – also zwei Tag Anreise).

Tipp: Buche immer mit persönlichem Kontakt

Da wir hauptsächlich in Hotels oder Ferienwohnungen bzw. in Großbritannien auch gerne in B&Bs übernachten, ist es für uns sehr wichtig, die Unterkünfte im Vorfeld von zuhause aus zu buchen. Das kann ich auch dir nur empfehlen, wenn du einen entspannten Urlaub genießen möchtest. Denn es gibt immer mal wieder Häuser, in denen keine Hunde erwünscht sind. Oder man trifft auf “komische” Hausregeln, wenn man mit einem Hund unterwegs ist.

Zum Glück buchen wir wirklich – auch auf Rundreisen – alle Unterkünfte von Deutschland aus und schreiben diese im Vorfeld auch persönlich an und drücken nicht einfach nur auf das Buchungsformular. So ist uns das ein oder andere Mal eine böse Überraschung erspart geblieben. In Schottland hatten wir zum Beispiel ein wunderschönes B&B ausgesucht, in dem Hunde erlaubt sind. Perfekt! Also haben wir dort per Mail eine Buchungsanfrage geschickt und nochmal speziell nach den Regeln für Hunde gefragt. Gut, dass wir das gemacht haben!

Eine Regel besagte nämlich, dass Hunde während der Frühstückszeit nicht alleine im Zimmer, sondern bitte im Auto bleiben sollten. Grundsätzlich ist es nichts schlimmes, wenn ein Hund mal eine halbe Stunde im Auto wartet, aber wir verreisen im Hochsommer und sogar in Schottland scheint mal die Sonne und so ein Auto kann sich auch morgens um 9 Uhr schon dementsprechend aufheizen. Als Hundebesitzer weiß man, dass ein Hund im Sommer nichts in einem parkenden Auto zu suchen hat.

Vielleicht kommt dein Hund nicht mit anderen Hunden zurecht? Auch hier lohnt sich eine vorab Anfrage in der Unterkunft. Nicht selten leben die Hunde der Hausherren mit in den Unterkünften und Begegnungen mit anderen Hunden könnten also an der Tagesordnung sein. Oftmals ist man aber sehr verständnisvoll und geht auf die Bedürfnisse der Gasthunde ein.

Erlebnisse mit Hund

Ansonsten planen wir ein paar besondere Ausflugsziele ebenfalls im Vorfeld und erkundigen uns nach der Hundefreundlichkeit. Ist Boerne mal nicht erwünscht, kann er ach ein paar Stunden im Hotel auf uns warten. Bei unseren Besuchen der Drehorte von Downton Abbey und Harry Potter haben wir das schon von Zuhause aus alles organisiert und unser Hotel nach der Entfernung zu den beiden Punkten ausgesucht. Hunde (alleine) im Zimmer waren natürlich auch erlaubt und so konnten wir unsere Ausflüge entspannt starten.

Oftmals ist es zum Beispiel beim Besuch von Burgen oder Schlössern auch der Fall, dass Hunde zwar grundsätzlich erlaubt sind, aber sich nicht innerhalb der Gebäude aufhalten dürfen. Das ist für uns kein Problem. In diesem Fall schlendert einer von uns mit Boerne durch die zu den Häusern gehörigen Gärten und der andere schaut sich in den Burgen um. Danach wird gewechselt und Boerne darf sich ein zweites Mal die Gärten anschauen. Ansonsten sind wir sowieso sehr gerne in der Natur unterwegs und auf unseren langen Wandertouren kann sich das Hundetier ordentlich austoben. Und wandern mit Hund im Urlaub macht einfach super viel Spaß!

Hund auf dem Ben Lomond

Oftmals ist es zum Beispiel beim Besuch von Burgen oder Schlössern auch der Fall, dass Hunde zwar grundsätzlich erlaubt sind, aber sich nicht innerhalb der Gebäude aufhalten dürfen. Das ist für uns kein Problem. In diesem Fall schlendert einer von uns mit Boerne durch die zu den Häusern gehörigen Gärten und der andere schaut sich in den Burgen um. Danach wird gewechselt und Boerne darf sich ein zweites Mal die Gärten anschauen. Ansonsten sind wir sowieso sehr gerne in der Natur unterwegs und auf unseren langen Wandertouren kann sich das Hundetier ordentlich austoben. Und wandern mit Hund im Urlaub macht einfach super viel Spaß!

Wir nehmen Boerne gerne mit in den Urlaub

Auch, wenn es etwas mehr an Planung erfordert, nehmen wir gerne den Hund mit in den Urlaub! Und obwohl wir einen Angsthund haben, ist das Reisen mit ihm ziemlich unkompliziert. Klar, auch er hat mal seine dollen 5 Minuten, aber die hätte er ebenso zuhause. Wir haben ihn gerne dabei.

Wie sieht es bei dir aus? Fährt dein Hund mit in den Urlaub? Ist dein Hund vielleicht schonmal geflogen? Schreib mir das gerne mal in die Kommentare.

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2 comments

  1. Mit dem Einzug unseres ersten Hundes hat sich unser Urlaubsverhalten geändert und wir machen immer Urlaub mit Hund(en). Wobei ich auch zugeben muss, ich bin vorher so viel gereist, dass ich es heute genieße in Europa (und auch Deutschland) zu bleiben und mit dem Auto zu fahren 🙂
    Es gibt auch hier in Deutschland noch so viele schöne Ecken zu entdecken für uns – da können wir auch die nächsten 30 Jahre Hundeurlaube machen!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Hallo Isabella,

      du hast vollkommen recht! Auch hier in Deutschland gibt es tolle Gegenden, die man erkunden kann und auch unsere Nachbarländer haben viel zu bieten.

      Das ideal um seinen Urlaub mit Hund zu verbringen! 🙂
      Wir haben bis jetzt immer Glück gehabt und schöne Ecken gefunden, in denen wir gemeinsam viel erleben konnten! 🙂

      Viele Grüße
      Steffi

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