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Höhenwanderung am Reschensee | [mit Video]

Reschensee von oben

Heute habe ich eine ganz besondere Wanderung für euch. Unsere erste Wanderung in Italien – Südtirol. Von unserer Ferienwohnung in Pfunds konnten wir in kurzer Fahrzeit den Reschensee erreichen, in dessen Nähe unsere Wanderung starten sollte. Kennst du den Reschensee im Vinschgau? Wenn nicht, dann plane diese Gegend auf jeden Fall in deinen nächsten Urlaub mit ein. Die kleinen Dörfer Graun und Reschen wurden im Jahr 1950 durch die Stauung des Reschensees geflutet. Hier entstand nämlich ein Wasserkraftwerk, dass die Umgebung seitdem mit Strom versorgt. Und seitdem erinnert nur noch der versunkene Kirchturm, dessen Spitze aus dem See herausragt, als letztes Überbleibsel, daran, dass dort eigentlich mal Häuser standen und Menschen lebten. Vor der Flutung wurden übrigens alle Häuser gesprengt. Nur dieser Kirchturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Katharina, der aus dem Jahr 1357 stammt, hat aus Gründen des Denkmalschutzes überlebt.

Kirchturm im Reschensee

Da wir schon Tage zuvor an diesem wunderbaren See vorbeigefahren sind, stand für uns schnell fest, dass wir den See inkl. Wahrzeichen unbedingt auch von oben betrachten wollten. Also planten wir eine Höhenwanderung von ungefähr 15 km Länge auf dem Berg, immer entlang des Sees.

Rauf gehts mit der Gondel

Der Startpunkt unserer Wanderung lag direkt an der Talstation der Bergbahn Schöneben. Dort gibt es einen großen Parkplatz, auf dem wir unser Auto sicher abstellen konnten. Wir sind dann mit Boerne im Gepäck in der Gondel zum Startpunkt unserer Wanderung gefahren. Da wir die Höhenwanderung machen und auf dem Rückweg schön am See entlang spazieren wollten, haben wir direkt ein Kombi-Ticket für die Bergfahrt Schöneben- und Talfahrt Haideralm buchen können. Die Bahnen gehören quasi zusammen und so kann man ein paar Euro sparen. Insgesamt hat uns die Gondelfahrt pro Person 14,50 € gekostet. Boerne ist kostenlos mitgefahren. Da wir – wie immer – früh unterwegs waren, hatten wir eine Bahn für uns und daher Boerne musste auch keinen Maulkorb tragen. Das ist für ihn auf jeden Fall entspannter. Ich bin ja der Meinung, man muss mindestens einmal Gondelfahren, wenn man in den Bergen ist! Siehst du das auch so?

Hoch über dem Reschensee

Ob an der Bergstation angekommen, gab es eine “Kleinigkeit” die ich als ziemlich negativ erachte und was für mich definitiv ein Grund ist, nicht in der Schöneben-Alm einzukehren. Ich möchte niemanden Unterstützen, der für die konsequente Jagd der wunderschönen Tiere steht und ohne weitere Informationen direkt sichtbar für alle Wanderer versucht Stimmung zu machen. Wenn dich interessiert, warum der Wolf gar nicht so gefährlich ist, wie er immer dargestellt wird und warum man diese einzigartigen Tiere schützen und nicht jagen sollte, dann schau dir gerne diese Seite vom Nabu an. Hier wird – für Deutschland, aber auch allgemein – erklärt, warum der Wolf das Recht hat, zu leben!

Schöneben

Nach diesem etwas unerfreulichen Start konnten wir aber nun unsere Wanderung Richtung Haideralm starten. Begeistert waren wir von der sehr guten Beschilderung auf dem ganzen Weg. Man kann sich quasi nicht verlaufen, auch weil es keine großartigen Weggabelungen gibt.

Wegweiser Schöneben

Empfehlen kann ich dir auf der Wanderung auf jeden Fall – zusätzlich zu der normalen Wanderausstattung – an ausreichend Sonnenschutz zu denken. Hier oben in über 2100 Metern Höhe ist die Sonne schon eine Spur stärker und auf der gesamten Wanderung gab es nur wenige schattige Meter. Wenn du früh mit der Wanderung startest, ist die Sonne noch nicht so stark und du hast den Vorteil, dass du kaum auf andere Menschen triffst. Du hast den Berg als absolut für dich alleine und kannst wunderbar die schöne Aussicht und die Ruhe genießen. Der Weg an sich ist übrigens meist recht eng, aber breit genug, um angenehm zu laufen. Zwischendurch gibt es auch immer mal wieder breitere Ecken, um ein wenig Pause zu machen. Für Boerne war die Strecke auch optimal. Er hatte weite Sicht und konnte möglichen “Gefahren” in Gestalt anderer Wanderer so rechtzeitig ausweichen. Die Höhenunterschiede sind dort oben gut zu meistern. Es gibt kleinere anstrengendere Passagen, aber auch ganz entspannte Abschnitte.

Reschensee von oben

Manchmal kommt alles anders

Angekommen an der Haideralm sind wir dann nach gut 3 Stunden mit kurzer Pause. Von hier aus führte uns die Gondel wieder hinab ins Tal. Was dann ein entspannter Spaziergang entlang des Sees zurück zum Auto werden sollte, entpuppte sich dann doch als neue Wanderung. Hier führte nun ein asphaltierter Rad- und Fußweg mit ständigen Höhenunterschieden zurück zum Parkplatz. Gut zwei Stunden waren wir hier nochmal unterwegs und ich gebe zu, dass ich mir den Weg anders vorgestellt hatte. Vor allem, weil man den Reschensee von hier aus nicht unbedingt immer sieht, sondern meist nur erahnen kann. Aber gut, es war zwar super anstrengend, aber trotzdem schön und wenn man bedenkt, dass einmal jährlich im Juli ein Laufevent rund um den Reschensee stattfindet, dann sollte ich mich nicht so anstellen. 😉 Wer von unten einen schöneren Blick auf den See haben möchte, sollte am östlichen Ufer entlang wandern. Dort ist die Strecke aber noch einmal einige Kilometer länger.

Boerne auf dem Berg

Boerne war dann nach 15km und 5 Stunden Wanderung ziemlich kaputt und ist direkt im Auto eingeschlafen. Es war ein schöner Tag und wenn du auch so gerne mit deinem Hund wandern gehst, dann kann ich dir die Wanderung nur empfehlen.

Wenn du noch ein paar Eindrücke von dem Weg haben möchtest, habe ich hier noch ein kurzes Video mit einigen Impressionen von der Strecke für dich. Boerne darf in dem Video natürlich auch nicht fehlen.

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https://www.youtube.com/watch?v=PTo25qFCm4Q

Aber jetzt interessiert mich noch, ob du schon vom Reschensee gehört hast. Lass mir gerne einen Kommentar da. Ich freue mich!

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