Wandern im Sommer mit Hund – 5 Tipps, die jeder kennen sollte!

Wie ihr ja inzwischen wisst, lieben wir es vor allem im Sommer mit Hund wandern zu gehen. Dabei ist Boerne natürlich auch immer mit von der Partie, denn auch er liebt ausgiebige Touren durch die Berge und Wälder. Ist dann noch ein kleiner Bach in der Nähe, in dem er ein bisschen planschen kann, ist es für ihn der perfekte Tag.

Bei unseren Wanderungen mit dem Boernehund ist es uns natürlich nicht nur wichtig, dass Frauchen und Herrchen gut ausgestattet sind, sondern auch, dass Boerne sich wohl fühlt und die Touren gut übersteht. Also habe ich mich damals vor unseren ersten großen Touren mit ihm im Vorfeld versucht im Internet schlau zu machen. Was braucht das Tier alles zum Wandern? Wirklich fündig geworden bin ich leider nicht, daher schreibe ich nun mal aus unseren Erfahrungen die 5 wichtigsten Tipps zum Wandern im Sommer in den Bergen mit Hund auf!

Kondition

Bei uns auf dem flachen Land am Niederrhein ist Boerne es zwar schon gewohnt lange Strecken zu gehen, aber stundenlange Wanderungen bergauf und bergab kennt er aus seinem Hundealltag natürlich nicht. Da er auch leider keinen Bällchen hinterher hetzt, bin ich vor unserem ersten großen Wanderurlaub mit ihm einige Wochen vorher regelmäßig mit ihm Fahrrad gefahren. Das geht bei uns allerdings nur, wenn keine Menschen oder Autos in der Nähe sind und er frei laufen kann. An der Leine ist Radfahren mit ihm unmöglich, da es einfach viel zu gefährlich ist. Erschreckt er sich vor irgendetwas, zieht er nämlich gerne mal weg, oder bleibt einfach stehen. Bei Angsthunden muss man leider jederzeit mit allem rechnen. Aber vielleicht ist das ja ein gute Idee für euch. Inzwischen machen wir vor dem Urlaub in den Bergen also lieber an Wochenenden mal kleinere Wanderungen im Sommer mit Hund Boerne in unserer Umgebung, z.B. im Siebengebirge oder wir wandern entlang der Ahr. Kleine Höhenunterschiede sind zur Vorbereitung schließlich besser als nichts.

Wahl der richtigen Wanderroute im Sommer mit Hund

Ein viel unterschätztes Thema. Meist überlegt man sich, wo man wandern möchte, plant die Route und geht los. Hat man aber einen Hund dabei, sollte man sich besondere Gedanken über die optimale Wanderroute machen. Auch muss man sich im klaren darüber sein, dass man auf der Wanderung flexibel bleiben und im Zweifelsfall auch umkehren muss. Wir lesen gerne vor unseren Wandertouren Erfahrungsberichte im Internet. Leider beziehen sich die wenigsten davon auf das Wandern mit Hund, aber trotzdem kann man dort einige Informationen bekommen. Wir mussten zum Beispiel am Gipfel des Ben Lomond feststellen, dass der “Rundweg” nach unten ganz plötzlich doch deutlich steiler wurde, als gedacht und es gab einige Stellen, bei denen wir Boerne von einem Felsen zum anderen Tragen mussten, da er einfach zu kurze Beinchen hatte, um sicher runter zu hüpfen. Das war natürlich machbar, aber nicht unbedingt optimal. Eine andere Wanderung in Schottland haben wir ganz abgebrochen, weil wir Boerne nicht zutrauten über einen Anhang zu springen. Für uns wäre das machbar gewesen, aber unseren Mr. Tollpatsch haben wir schon in einer Felsspalte liegen sehen. Ihn zu tragen war auch keine Option und zu gefährlich.

Geschirr & Leine

Boerne trägt auf allen Wanderungen, neben einem Halsband auch immer ein Geschirr, um ihn notfalls auf engen oder steilen Wegen gut sichern zu können. Aus dem Halsband alleine könnte er viel zu leicht rausfallen. Boerne zählt leider eindeutig zur Rasse “Tollpatsch” und auf engen Waldwegen muss er daher meist an die Leine, da er gerne mal nicht auf den Weg achtet. So ist es ihm schon passiert, dass er mitten in Österreich auf einer Bergtour nicht aufpasste und ein ganzes Stück den Abhang untergekullert ist. Er liebt es nämlich auf der schmalen Kante des Weges zu balancieren. Wofür auch den ganzen breiten Bergweg nutzen? Das kann ja jeder! Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, ihn zwischendurch immer mal wieder an die Leine zu nehmen, da er nunmal nicht abschätzen kann, wie lange und wie weit wir noch gehen und dementsprechend rennt er natürlich die ganze Zeit hin und her und ist viel zu schnell kaputt.

Wasser & Futter

Natürlich darf auch ein Wassernapf inkl. Wasser und ein bisschen Futter nicht fehlen! DACHTEN wir jedenfalls und schleppten auf jeder Wanderung einen Liter Wasser nur für den Hund mit. Diesen Liter brachten wir dann auch fast jedes Mal unangerührt mit nach Hause. Das Wasser aus Bächen und Pfützen (möglichst dreckig) war natürlich viel besser, als unser abgezapfter Liter Leitungswasser. Naja trotzdem waren wir auf der sicheren Seite und hatten immer etwas für den Notfall dabei. Oft kann man vorher nicht sagen, ob man an einer geeigneten Wasserstelle vorbeikommt. Von daher nehmt – egal bei welchem Wetter – immer ausreichend Wasser mit. Ganz am Anfang hatten wir mal eine kleine Flasche mit integriertem Napf. Boerne fand den aber doof und hat auch nie daran getrunken. Außerdem war die Flasche viel zu klein. Daher füllen wir sein Wasser einfach in eine normale Wasserflasche und nehmen zusätzlich einen – ihm bekannten – kleinen Napf mit. Ausreichend Leckerchen sind natürlich auch immer mit dabei.

Pausen

Natürlich haben wir auch regelmäßig Pausen eingelegt um auch den Hund mal kurz zur Ruhe kommen zu lassen. Wie ich schon unter Tipp 2 erzählt habe, verschätzt sich Boerne gerne und rennt am Anfang mit viel Power los und ist dann dementsprechend schnell ein bisschen K.O. – uns schadet eine kleine Pause zwischendurch übrigens auch nicht. Während der Pausen achten wir darauf, dass Boerne sich auch wirklich ausruhen kann. Wir machen keine Spielchen mit ihm und er muss auch nicht mit uns tricksen. Er soll wirklich die Gelegenheit haben ein bisschen zur Ruhe zu kommen, bevor es wieder weiter geht.

Es gibt mit Sicherheit noch mehr wichtige Tipps

Natürlich ist das nicht alles und es gibt noch viele weitere Dinge, auf die man achten sollte, wenn man mit einem Hund wandern geht. Hast du noch einen wichtigen Tipp für uns? Dann schreib ihn gerne in die Kommentare. Ich bin schon gespannt! Was muss man beim Wandern im Sommer mit Hund beachten?

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2 comments

  1. Bei einer Wanderung mit Hund kann schon mal auch der Weg unpassierbar werden. Ist mit meinem Hovi 40 kg dann nicht so leicht zu machen. Ich achte immer, dass wir am Wasser vorbei kommen und möglichst viel im Wald unterwegs sind.
    alles liebe angelique

    1. Liebe Angelique, das glaube ich gerne, dass man mit einem 40kg Hundchen nicht mal eben jedes Hindernis passieren kann. Da muss man dann genau planen. Boerne konnten wir zum Glück schonmal über den ein oder anderen Zaun heben und auch an unpassierbaren Wegen ist er mit seinen knapp 20kg immer noch gut händelbar. 😉

      Wir sind auch super gerne im Wald unterwegs. Da sind die Temperaturen immer schön angenehm und die Sonne scheint nicht so stark auf uns runter. Da kann man dann schön und entspannt laufen.

      Liebe Grüße
      Steffi

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