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Umzug mit Hund | So läuft es entspannt ab!

Ein Umzug mit Hund ist immer eine kleine Herausforderung. Schließlich kann man Hunden nicht einfach erklären, dass man das alte Zuhause nun für immer hinter sich lässt und nicht “nur” in den Urlaub fährt, ein paar spannende Abenteuer erlebt und wieder zurückkehrt. Hunde merken es, wenn man beginnt den Hausstand in Kartons zu verpacken und sich das Zuhause langsam verändert.

Wie wir sogar zwei Umzüge innerhalb kurzer Zeit mit Boerne entspannt gemeistert haben, erzähle ich euch hier:

Wir sind innerhalb weniger Monate 2x mit Boerne umgezogen

Mit Boerne sind wir in den letzten Monaten sogar zwei Mal umgezogen. Wir hatten nämlich unser altes Haus bereits an die neuen Besitzer übergeben und mussten noch 3 Monate überbrücken, bevor wir in unser neues Haus ziehen konnten. Und eines sag ich euch: Das war nicht nur für Boerne aufregend! Da wir den Inhalt eines ganzen Hauses in Kartons verpacken mussten, haben wir rechtzeitig angefangen und die gepackten Kartons in einem Raum gestapelt. Boerne durfte zwar in diesen Raum schauen und auch mal reingehen, wir haben aber darauf geachtet, die Tür geschlossen zu halten und die restlichen Räume kaum zu verändern. Das ist auch gar nicht so schwer, denn schließlich müssen ja als erstes die Schrankinhalte gepackt werden und das macht sich ja von außen nicht bemerkbar. So bekommt das Hundetier, aus unserer Erfahrung, alles also gar nicht großartig mit, dass sich etwas verändert.

Schlafplätze bleiben so lange wie möglich erhalten

Wichtig war uns von Anfang an, die Schlafplätze vom Hundetier nicht zu verändern. Boerne hatte also immer noch seine Rückzugsorte. Auch die Möbel blieben bis zum Auszug weitestgehend stehen. Ein paar Möbel haben wir zwar verkauft, ein paar Möbel kamen auch auf den Sperrmüll, aber das meiste blieb unverändert an seinem Platz.

Am Abend vor dem Tag als unsere Möbel abgeholt wurden (wir haben sie für ein paar Monate einlagern lassen, da wir sie für den Übergang nicht benötigten) haben wir Boerne dann für einige Tage zu meinen Eltern gebracht. Von dem eigentlichen Stress und den Veränderungen hat Boerne also nichts mitbekommen.

Umzug mit Hund – OHNE Hund

Und so konnte der eigentliche Umzug mit Hund ganz entspannt OHNE Hund stattfinden. Für Boerne, und wohl auch jeden anderen Hund, wäre es purer Stress gewesen, wenn er mitbekommen hätte, wie das Umzugsunternehmen unsere ganzen Möbel abbaut und einfach mitnimmt. Auch hätte Boerne natürlich nicht verstanden, warum das Haus hinterher plötzlich leer ist.

Für unser Übergangszuhause haben wir uns dann ganz bewusst dazu entschieden, dass wir Boerne dort seine Reiseausstattung bereit hielten – also sein Reisekissen und seine Reisenäpfe. Wir hatten so die Hoffnung, dass er sich nicht zu sehr einlebt und die Zeit dort als “Urlaub” versteht. Wahrscheinlich ist das auch ein bisschen übertrieben, aber für uns hat das so Sinn ergeben. 😉 Auch haben wir ihn nicht mehr mitgenommen, wenn wir nochmal ins alte Zuhause gefahren sind, um restliche Sachen abzuholen und die Übergabe zu machen.

Umzug mit Hund

Ein Hund muss sich nicht vom alten Zuhause verabschieden

Oft habe ich in Vorbereitung auf den Umzug gelesen, dass Hunde sich von ihrem leergeräumten alten Zuhause verabschieden müssen und man daher noch einmal mit Hund ins leere Haus gehen sollte. Damit die Hunde verstehen können, dass man hier nun nicht mehr wohnt.

Das haben wir aber bewusst nicht gemacht. Erst einmal glaube ich nicht daran, dass Boerne das verstehen würde und zweites denke ich, dass einen Hund das nur absolut verwirren würde. Ich wollte nicht, dass Boerne panisch durchs Haus rennt und seine Körbchen und Kissen suchen musste, dass er seinen Wassernapf nicht findet und nicht wüsste, wo sein Platz ist. Ich bin mir sicher, dass Boerne diese Situation nur verängstigt und sie ihn in keiner Weise geholfen hätte.

Umzug mit Hund

Das neue Zuhause kennenlernen

Der Umzug ins endgültige Haus war dann tatsächlich erstmal mit weniger Stress verbunden. Hier haben wir Boerne nämlich schon kurz nach der Schlüsselübergabe abgeholt und ihm alles gezeigt. Er ist freudig durchs Haus gehüpft und hat geschnüffelt was das Zeug hält. Er hatte Zeit, alles zu erkunden und kennenzulernen.

Da wir schon während der Umbau- und Renovierungsarbeiten im neuen Haus gewohnt haben, führte dies dazu, dass wir in den ersten Wochen noch nicht wieder unsere Möbel hatten und innerhalb des Hauses “umgezogen” sind.

Für Boerne war das verständlicherweise ein bisschen stressig, aber leider auch nicht anders zu lösen. Für ihn war vor allem wichtig, dass wir da waren und er so seine wechselnden Plätze immer sofort annahm. Das klappte gut! Er konnte schnell an den immer wieder neuen Plätzen im Haus entspannen. Wichtig wäre zu erwähnen, dass er in dieser zeit immer mit uns in einem Raum gemeinsam geschlafen hat. Er sollte nicht alleine irgendwo im neuen Haus liegen.

Natürlich war die Anwesenheit fremder Menschen (HandwerkerInnen) ein bisschen anstrengend für ihn, aber das lies sich einfach nicht vermeiden. Das lag aber weniger am Umzug, sondern mehr an seinem Angsthundleben.

Nachdem einige Wochen später auch unsere Möbel angefahren kamen und Boerne an diesem Tag wieder Urlaub außer Haus gemacht hat, lebte Boerne sich entgültig super schnell ein und inzwischen kennt er all seine Plätze – es kommen bestimmt auch noch einige dazu;-) – und bewegt sich absolut sicher und frei im ganzen Haus.

Umzug mit Hund

Boerne ist happy

Für uns war diese Art den Umzug zu meistern absolut perfekt und wir glauben, dass auch Boerne den Umzug gut überstanden hat. Zumindest ist er nicht ängstlicher als vorher schon.;-)

Bist du schonmal mit deinem Hund umgezogen? Hast du noch weitere Tipps?

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