|Dogblogger Adventskalender| Mit Hund nach Großbritannien reisen – trotz Brexit?

Wir sind in diesem Jahr Teil des Dogblogger Adventskalenders und dürfen für euch Türchen Nr. 18 öffnen.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit machen wir uns bereits Gedanken über unseren nächsten Sommerurlaub. Bei der Planung unserer Reise steht auf jeden Fall fest, dass Boerne mitkommt. Also fallen sämtliche Reiseziele weg, die nur mit dem Flugzeug zu erreichen sind. Den 20 Kilo Hund bekomme ich nämlich leider nicht im Handgepäck untergebracht – auch wenn er sich selbst bestimmt für handlich hält! ; – ) Ihn für drei oder mehr Wochen in eine Hundepension zu geben, steht für uns auch nicht zur Debatte. Außerdem lieben wir im Urlaub sowieso eher die einsamen Gegenden, in denen wir viel wandern können. Das passt Boerne natürlich auch sehr gut. Er liebt nämlich diese stundenlangen Touren, dort die Welt zu erschnüffeln! Es sei denn wir übertreiben es ein bisschen, so dass wir „mal eben“ den Ben Lomond in Schottland rauf und natürlich auch wieder runter laufen. Da hatte dann auch Boerne nach 9 Stunden absolut keine Lust mehr. Ich war übrigens auch sehr froh, als ich unser Auto aus der Ferne wiedergesehen habe. ; -)

Hundefreundlichkeit

Auch dieses Jahr möchten wir gerne – wie schon die beiden Jahre zuvor – nach Großbritannien reisen. Es gibt dort noch so viel für uns zu entdecken! Vor allem die einsamen Gegenden Schottlands reizen uns besonders. Natürlich spielt auch die britische Hundefreundlichkeit für uns eine sehr große Rolle. Bisher haben wir damit auch ausschließlich positive Erfahrungen in Großbritannien gemacht. Engländer, Schotten, Waliser – sie alle sind einfach absolut hundeverrückt. Auch Boerne kann damit sehr gut mit umgehen, fällt bei dieser Hundeliebe doch immer mal etwas für ihn ab. Wir versuchen natürlich möglichst auch Sehenswürdigkeiten zu besuchen, um die Geschichte des Landes besser kennenzulernen. Oftmals sind Hunde in den Gebäuden nicht erlaubt, dafür aber umso mehr in den dazugehörigen Gärten und den Außengeländen. Genaues erfährt man immer direkt bei den zumeist freundlichen Senioren an der Information vor Ort. Dort gibt es dann z.B. Pläne, in denen die Hundebereiche eingezeichnet sind, genauso wie Mülleimer, Stationen für Hundebeutel, etc.. Überall stehen Näpfe mit frischem Wasser und an der Kasse gibt es – nach Rücksprache mit Frauchen und Herrchen – auch fast überall „Treats“. Auf gut Deutsch: Leckerchen! Fressen ist das überzeugende Argument für Boerne für die britische Gastfreundschaft. 

Dennoch muss ich sagen, dass Hunde in einigen Ruinen – vor allem in Schottland – nicht erwünscht sind. Sie müssen leider draußen warten. Es ist daher immer ratsam, sich im Vorfeld auf der jeweiligen Homepage schlau zu machen. Meist findet man dort alle notwendigen Informationen.

Essengehen mit Hund ist ebenfalls ohne großen Aufwand zu meistern. In den typischen Pubs sind Hunde eigentlich immer erlaubt. Meist gibt es dann für sie und ihre Begleitung extra Bereiche, in der Nähe der Theke. Manche Pubs trennen auch das Restaurant mit dem Barbereich. Essen bekommt man überall, allerdings sind Hunde dann meist nur im Barbereich erwünscht. Das finde ich aber absolut in Ordnung. Schließlich soll es ja auch Menschen geben, die Hunde nicht unbedingt am Tisch wünschen. Gerade in den Pubs haben wir nur gute Erfahrungen mit Boerne gemacht. Er legt sich unter den Tisch und bekam dort fast überall unaufgefordert seinen eigenen Wassernapf und natürlich Treats. 

Shopping mit Hund in Großbritannien kann dagegen zur besonderen Herausforderung werden. Shoppingcenter z.B. erlauben keine Hunde. Hier sind wir natürlich auch direkt negativ aufgefallen, als wir aus der Tiefgarage mit Boerne im Schlepptau in einem Center landeten. Direkt wurden wir von einem Besucher darauf aufmerksam gemacht, dass Hunde hier verboten sind. Briten sind sehr regelbewusst! Nicht nur in den Läden, sondern im gesamten Inneren des Centers sind Hunde nicht willkommen. Ansonsten handhabt das jedes Geschäft für sich.

Manche haben ein „Hunde verboten“ Schild am Eingang kleben, viele jedoch ein „Dogs welcome!“-Schild. Kein Schild bedeutet dann auch „Welcome!“. In manchen Geschäften kommen die Verkäufer dann sogar – selbstverständlich mit Leckerchen ; – ) – vor die Türe und bitten uns extra herein. Man merkt immer wieder: Britten – vor allem Engländer – lieben nicht nur Hunde, sie sind hundeverrückt! Unabhängig davon, ob Hunde im Geschäft erlaubt sind oder nicht, hat fast jeder Laden – zumindest als wir im Sommer dort waren – einen frischen Wassernapf vor der Tür stehen.

Mit Hund ist man nie alleine

Ja, es stimmt, mit Hund ist man nie alleine – vor allem nicht alleine mit dem Hund. Denn egal wo man ist, wartend vor einem Geschäft, auf einem Berggipfel, auf einem Parkplatz, vor einer öffentlichen Toilette, mit Hund an der Leine kann man sich zu 100% sicher sein, dass man innerhalb weniger Sekunden angesprochen wird. „Oh,sweety! „Can I take a picture?“ „Are you waiting for your mom?“ Die entsprechende Person möchte dann alles, aber auch wirklich alles, über den Hund wissen. Spätestens nach einer Woche Urlaub hatten wir Boernes – gekürzten – Lebenslauf in perfektem Englisch drauf. Darüber hinaus wurde unser Hund zum Fotostar! Wir befürchteten schon, dass er eitel wurde :-). Eine Frau rannte sogar förmlich hinter uns her, um uns mitzuteilen, dass sie sofort erkannt hatte, dass Boerne aus dem Tierschutz und aus Rumänien stammte. Recht hatte sie. ; – ) Ich gebe zu, das kann schonmal etwas anstrengend sein, aber im Allgemeinen haben wir durch Boerne nette  – halt tierliebe – Leute getroffen. Auch waren alle sehr rücksichtsvoll, bedrängten Boerne nicht, akzeptierten seine zurückhaltende Art. Gestreichelt wurde er auch nur, wenn man vorher das OK von uns bekommen hatte. 

Auch andere Hundebesitzer waren in Großbritannien immer sehr rücksichtsvoll. Man ging mit den Hunden ohne große Aufregung aneinander vorbei, ohne schon einen Kilometer vorher nach dem Geschlecht des entgegenkommenden Hundes zu fragen. Das war sehr angenehm. Den Hunden merkten man die Ruhe der Frauchen und Herrchen ebenfalls an. 

Urlaubsplanung trotz Brexit?

Dieses Thema beschäftigt uns derzeit sehr und ich würde gerne mal eure Meinung dazu lesen. Von den Einreisebestimmungen von Hunden nach Großbritannien habe ich euch ja bereits erzählt. Das ist heutzutage wirklich kein Problem mehr. Doch wie sieht es nach dem Brexit aus? Welche Regeln gelten, wenn Großbritannien die EU Ende März ohne Deal verlassen muss? Darf man als Tourist überhaupt noch mit Hund einreisen? Wie sieht es dann umgekehrt aus? Welche Vorraussetzungen muss der Hund erfüllen, um wieder in die EU einreisen zu dürfen? Inzwischen gibt es einige Informationen, die ihr hier nachlesen könnt. Ob sich diese Regeln aber noch einmal ändern, ist nicht so ganz sicher. Es scheint aber, dass in so einem Fall im Vorfeld eine Blutentnahme und die Bestimmung der Antikörper gegen die Tollwut erfolgen muss. Es bleibt also spannend. Wir werden uns weiter auf dem Laufenden halten und dann entscheiden, ob wir die Fähre nach Schottland buchen und die B&Bs reservieren oder ob wir auf Nummer sicher gehen und auch mal in ein anderes Land fahren werden.

Wie würdet ihr das planen? Habt ihr vielleicht schon eine Großbritannienreise nach Schottland gebucht?

Morgen gehts mit dem nächsten Türchen im Dogblogger Adventskalender weiter. Schaut morgen wieder vorbei und lasst euch überraschen! 

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