Kampf dem Plastik ist aktiver Tier- und Umweltschutz

Treebox

Heute habe ich mal einen etwas anderen Beitrag für euch. Ich durfte nämlich für euch ein Produkt testen, welches ich kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe. Dieses wird mir in der Zukunft dabei helfen, viel Plastikmüll in Form von Plastiktüten einsparen zu können und eine echte Bereicherung für den täglichen Einkauf sein. Für solche Produkte, die den Umwelt- und Tierschutz unterstützen, mache ich auch gerne mal ein bisschen Werbung. Worum es genau geht, verrate ich euch natürlich noch und ich hoffe, dass ihr vielleicht auch einmal über euren Plastikmüll beim Einkauf im Supermarkt nachdenkt.

Plastiktüten

Seit 2016 gehören kostenlose Plastiktüten in vielen deutschen Geschäften endlich der Vergangenheit an. Einige Geschäfte verzichten sogar inzwischen ganz auf Plastiktüten und bieten ihren Kunden stattdessen Papiertüten oder Stoffbeutel an. Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, aber andere Länder sind uns dennoch einen großen Schritt voraus und beweisen, dass es auch ganz ohne Plastiktüten geht. Italien z.B. erlaubt dem Einzelhandel seit diesem Jahr nur noch biologisch abbaubare Einwegtüten zu verwenden, Frankreich verbietet Plastiktüten sogar schon seit 2016 ganz. Ebenso sind Plastiktüten in vielen Teilen Afrikas schon lange verboten.

Wir sind da in Deutschland leider etwas spät dran, aber: Besser spät als nie! Für Einkäufe habe ich – schon seit einigen Jahren – immer meine eigenen Stoffbeutel dabei. Sollte ich sie mal vergessen haben, dann nutze ich auch mal eine Papiertüte (wobei diese nicht lange halten und nicht gerade ökologisch hergestellt werden). Wenn diese nicht verfügbar sind, nehme ich auch ausnahmsweise mal eine Plastiktüte. Aber ich gebe mir wirklich Mühe den Kauf einer Plastiktüte zu verhindern und kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt eine benutzen musste.

Leider gibt es trotz dieser neuen Regelung immer noch diese dünnen Plastiktüten an den Obst- und Gemüsetheken im Supermarkt, die man zum Verpacken von Äpfeln, Birnen und Co. nutzen muss. Alternativen gibt es dort nicht. Will man unverpackte Ware kaufen, kann man nur diese dünnen Tüten nutzen und hat damit natürlich wieder eine Verpackung oder man legt 20 Champignons oder Tomaten einzeln auf die Waage und später aufs Band an der Kasse. Die Kassierer werden ihre Freude daran haben! Und natürlich ist so auch nicht mehr nachvollziehbar, ob man auch wirklich auch das ganze Obst und Gemüse abgewogen hat. Mit 2-3 Äpfeln und auch Paprika habe ich das schonmal gemacht und das war dann grade noch so in Ordnung.

Warum sollte man überhaupt weniger Plastik verschwenden?

Der große Vorteil von Plastik, ist auch Gleichzeitig der größte Nachteil für uns Menschen. Kunststoffe sind persistent (beständig) und auch inert (träge, langsam reagierend) und genau das wollen wir ja nunmal auch so. Die Plastiktüten z.B. müssen stabil sein, dürfen nach Möglichkeit nicht reißen und sollen auch bitte 2 oder 3 Mal (mehr dann aber auch wieder nicht) benutzt werden. Der Nachteil dieser Stabilität ist dann aber auch, dass unser Plastikmüll (nicht nur die Tüten) so viele 100 Jahre in unserer Umwelt verbleiben. Die Dauer des Verbleibs in der Umwelt ist natürlich maßgeblich von den äußeren Einflüssen abhängig. Die dünnen Plastiktüten aus der Obst- und Gemüseabteilung bleiben übrigens 10 bis 20 Jahre in unserer Umwelt.

Damit aber nicht genug. Vor allem die Meere sind voll von unserem Plastikmüll und vor allem die Tiere sind dadurch die Leidtragenden. Vögel füttern ihre Jungen mit Plastikteilchen oder bauen Tüten in ihre Nester ein. Sie verletzen sich oder ertrinken. Ja genau, sie können ertrinken, wenn das Vogelnest nämlich mit einer Tüte (oder Teilen davon) von den Vogeleltern gut abgedichtet wurde, kann das Regenwasser natürlich nicht mehr abfließen, das Nest läuft voll und die Jungvögel ertrinken.

Meerestiere fressen je nach Art und Größe auch gerne mal eine ganze Plastiktüte, weil sie sie mit ihrer eigentlichen Nahrungsquelle verwechseln. Ein Beispiel ist hier die Lederschildkröte, die hauptsächlich Quallen frisst und nun immer öfter Plastiktüten, die einer Qualle im Meer zum verwechseln ähnlich sehen. Korallen sterben, weil sie durch die Verschmutzung nicht mehr genug Licht bekommen und Fische, Wale und Robben sterben ebenfalls an den Folgen dieser unsinnigen Verschwendung.

Ich könnte noch viele solcher Beispiele nennen, möchte jetzt aber lieber darauf eingehen, wie man zumindest einen kleinen Teil zur Verbesserung dieser Situation beitragen kann.

Alternative zu dünnen Plastiktüten

Da ich zukünftig ganz ohne diese Tüten auskommen möchte, durfte ich nun wiederverwendbare Beutel – extra für diesen Zweck für euch testen. Es handelt sich hierbei um Obst- und Gemüsebeutel aus Baumwolle des Unternehmens Treebox. Das Unternehmen wurde erst Ende 2016 gegründet und setzt sich stark für die Nachhaltigkeit ein und versucht einen kleinen Beitrag gegen die Wegwerfgesellschaft zu leisten.

Das Set besteht aus insgesamt 3 Beuteln in verschiedenen Größen und eignet sich perfekt als Ersatz z.B. für eine Plastiktüte für den Einkauf von Obst oder Gemüse. Selbstverständlich sind die Beutel nicht in Plastik verpackt, was mir natürlich sehr gut gefällt.

Den Beutel in der Größe S (20x25cm) kann man sehr gut für Kirschen oder Blumenkohl verwenden. Der Beutel in der Größe M (25x30cm) eignet sich hervorragend für Trauben oder Äpfel und der Beutel in der Größe L (30x35cm) ist perfekt für Paprika oder auch Bananen.

Besonders gut an den Beuteln gefällt mir eine Fläche zum Anbringen des Preisaufklebers. Diesen kann man nach der Verwendung Rückstandslos entfernen.

Auch toll ist ein kleines Label mit dem Eigenwicht des Beutels. In einigen Supermärkten (in denen die Lebensmittel z.B. an der Kasse abgewogen werden), kann man so das Eigengewicht des Beutels abziehen lassen. Überall geht das leider (noch) nicht. In großen Supermärkten muss man das Obst und Gemüse oftmals selber abwiegen. Dort besteht dann leider nicht immer die Möglichkeit das Gewicht des Beutels abzuziehen. Vielleicht ändert sich das aber bald, wenn die Kunden vermehrt mit eigenen Beuteln einkaufen gehen. Ich muss auch dazu sagen, dass die Beutel nur ein Gewicht von 23g bis 40g haben, also wirklich leicht sind und ein paar Cent zahle ich gerne mehr, wenn ich dafür auf Einwegverpackung verzichten kann.

Die Beutel haben übrigens eine tolle Qualität und ich bin mir sicher, dass ich sehr lange Freude daran haben werde.

Was ich an den Beuteln auch klasse finde ist, die Möglichkeit die Beutel im Kaltwaschgang in die Waschmaschine zu stecken. Auch haben sie ein, wie ich finde, sehr schönes Design. So kann man sie regelmäßig reinigen und eine gute Optik und eine sehr lange Lebensdauer ist gewährleistet. Für mich gehören die Beutel jetzt auf jeden Fall zum Einkauf dazu.

Hier findet ihr die Obst- und Gemüsebeutel. Schaut auch unbedingt mal bei den Rezepten auf der Seite vorbei. 😉

 

Wie geht ihr beim Einkauf im Supermarkt vor? Nutzt ihr noch Plastiktüten oder verzichtet ihr schon darauf?

 

 

 

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