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Hund aus dem Tierschutz! Wie findest du deinen Hund?

Tierschutzhund

Diese Frage bekomme ich auf Instagram immer wieder gestellt und möchte euch heute einmal von unseren Erfahrungen berichten. Denn viele wissen gar nicht genau, wie sie einen passenden tierischen Begleiter im Tierschutz finden und adoptieren können. Dazu muss ich sagen, dass jeder Tierschutzverein und jedes Tierheim die Regeln ein bisschen anders stellt, aber dennoch der grobe Ablauf überall gleich ist.

Bist du auf der Suche nach einem Hund aus dem Tierschutz, rate ich dir, dich erst einmal im Internet über verschiedene Tierschutzorganisationen schlau zu machen. Hier kann man auf den jeweiligen Seiten einiges über die Tierschützer und den jeweiligen Verein erfahren. Gleiches gilt auf jeden Fall auch für Tierheime.

Suche nach dem richtigen Hund aus dem Tierschutz für dich

Boerne kommt aus dem Casa Cainelui in Rumänien, ist dort aufgewachsen und im Alter von zwei Jahren nach Deutschland auf eine Pflegestelle gezogen. Schau doch mal hier, ob du ihn erkennst und schreib mir einen Kommentar, wie früher sein Name war. Denn unter der Rubrik “vermittelt” steht er noch mit seinem alten Namen. Ich bin gespannt, ob du ihn erkennst. Als kleinen Tipp, habe ich dir schon die richtige Seite verlinkt. 😉

Das Casa Cainelui wird übrigens ehrenamtlich geführt und setzt sich stark dafür ein, rumänische Straßenhunde zu kastrieren und auch die rumänische Bevölkerung im Umgang mit den Straßenhunden aufzuklären.

Ansonsten gibt es auf der Seite dieser Tierschutzorganisation viele Hunde, die aus Rumänien vermittelt werden und auch einige Hunde, die bereits in Deutschland oder in der Schweiz sind und über Pflegestellen vermittelt werden können. Die Hunde werden dort auch sehr ausführlich beschrieben und es werden viele Bilder und auch einige Videos gezeigt, was ich persönlich super finde.

Hund aus dem Tierschutz

Schau dir die Beschreibung deines Hundes genau an und informiere dich im Vorfeld

Boerne wurde 2014 über einen deutschen Tierschutzverein vermittelt, der es mit der Beschreibung nicht so ganz ernst genommen hat. (Den Verein gibt es auch inzwischen in dieser Form nicht mehr.) Denn die Beschreibung war sehr geschönt worden. Es wurde dort zwar schon angegeben, dass er in unbekannten Situationen erschrickt, aber das war es dann auch schon mit “negativen” Eigenschaften. Dass er ein absoluter Angsthund ist, war zu keinem Zeitpunkt Thema. Auch die starke Angst vor Männern wurde nicht thematisiert und ich bin mir sicher, dass so eine ausgeprägt Furcht bekannt gewesen sein muss.

Daher mein Tipp an dich: Lies dir die “Beschreibung” zu deinem Traumhund durch, aber hinterfrage die Sätze kritisch. Damit will ich nicht sagen, dass die Beschreibung grundsätzlich fehlerhaft ist, aber kleine negative Eigenschaften sind vielleicht manchmal ein bisschen geschönt dargestellt. Auch auf den Fotos ist nicht alles unbedingt sofort zu sehen. Boerne hat hier ziemlich kurze Beine auf dem folgenden Bild, dass neben seiner Beschreibung der Tierschutzorganisation zu sehen war. Das er in Wirklichkeit deutlich größer war, war hier nicht ersichtlich. Aber halb so wild. Wir haben ja auch keinen ganz kleinen Hund gesucht. 😉 Aber es gibt ja auch Menschen, die – aus den unterschiedlichsten Gründen – nur Hunde einer bestimmten Größe bevorzugen.

Tierschutzhund

Traue dich Fragen zu stellen

Meist steckt auch absolut keine böse Absicht dahinter. Da verhält sich zum Beispiel ein Hund im Tierheim oder auf der Pflegestelle einfach anders, als im späteren Zuhause. Das liegt dann natürlich an den äußeren Umständen und auch den beteiligten Personen. Boerne kam zum Beispiel aus einer Pflegestelle mit über 10 anderen Hunden + Katzen und anderen Tieren. Ich bewundere die Arbeit dieser Pflegestelle aber bei dieser Anzahl an Tieren ist auch schnell klar, dass man dort nicht alle Tiere hundertprozentig beschreiben könnte. Aber doch sollte man dir einiges über die Charaktereigenschaften und Gewohnheiten deines Hundes erzählen können.

Reicht dir die Beschreibung im Internet nicht, dann kannst du die entsprechende Organisation auch immer anrufen oder mailen und weitere Fragen stellen, bevor du einen Hund kennenlernst. In den meisten Fällen sind die Tierschützer wirklich motiviert dir so gut es geht, alles zu beantworten und können im Gespräch auch schon ein bisschen raushören, ob dieser eine Hund auch zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Lerne den Hund kennen!

Im nächsten Schritt kannst du einen Termin machen und deinen Hund kennenlernen. Ist dein Hund auf einer Pfelgestelle, dann kann ich dir besonders empfehlen, dass du – wenn es möglich ist – zusammen mit dem “Übergangsfrauchen/- Herrchen” einen großen Spaziergang machst. In dieser ungezwungenen Atmosphäre kannst du den Hund – meiner Meinung nach – viel besser kennenlernen, als im Haus der Pflegefamilie. Auch die Tierheime bieten Spaziergänge an – manchmal auch mit den Bezugspersonen der Hunde. Wenn man danach fragt, ist das mit Sicherheit nirgendwo ein Problem. Bei Tierheimen ist es auch üblich, dass du mit dem entsprechenden Hund einige Male spazieren gehen musst, bevor das Tier an dich vermittelt werden kann. Das finde ich auch absolut in Ordnung. Denn auf die Art und Weise kannst du deinen Hund erstmal in Ruhe kennenlernen und herausfinden, ob der Hund zu dir passt oder nicht. Bei Pflegestellen sieht das ganze anders aus. Hier wird meist auch ein Spaziergang empfohlen, aber ist keine “Pflicht”. Das handhabt jeder Tierschutzverein für sich. Ich kann dir aber den Tipp geben, immer auf einen Spaziergang zu bestehen und das sollte nie ein Problem darstellen.

Hund aus dem Tierschutz

Vor- und Nachkontrolle deines Zuhauses

Hast du dich für einen Hund entschieden, dann machen sowohl Tierschutzvereine, als auch Tierheime eine sogenannte Vor- und meist auch eine Nachkontrolle. Dabei besuchen sie dich in deinem Zuhause und schauen sich an, wie der Hund zukünftig leben wird. Die Organisationen sichern sich so ab, ob der Hund seinen Bedürfnissen entsprechend untergebracht werden kann. Außerdem kannst du hier nochmal Fragen zu deinem Hund stellen und bekommst beim persönlichen Gespräch noch Tipps und Hilfestellungen für die erste Zeit mit deinem Hund.

Passt alles, dann musst du einen Schutzvertrag ausfüllen, in dem unter anderem – neben persönlichen Angaben zu dir und deinem Hund – angeführt wird, dass du deinen Hund nicht verkaufen/verschenken darfst und dieser artgerecht gehalten werden muss. Auch klärt dieser Vertrag die Höhe der Schutzgebühr. Diese beträgt in den meisten Fällen 200-400 Euro. Das ist aber von Organisation zu Organisation unterschiedlich und eine höhere Gebühr sollte kein Ausschlusskriterium für den entsprechenden Hund sein.

Einige Organisationen bieten auch Nachkontrollen an und geben gerne auch nach der Vermittlung Hilfestellungen zum Umgang mit deinem neuen Hund aus dem Tierschutz. Empfehlen die Tiertrainer oder helfen direkt mit ein paar Tipps.

Manchmal gibt es auch keine Kontrolle bei einem Hund aus dem Tierschutz

Bei uns gab es überhaupt keine Kontrolle, da Boernes Pflegestelle 120 Kilometer entfernt war und der Weg wohl zu weit. Uns sollte das natürlich recht sein und ich habe hinterher ein paar Fotos geschickt. Du solltest dich aber auf jeden Fall auf diese Kontrollen einstellen. Es geht auch nicht darum zu schauen, ob du ein riesiges Haus mit parkähnlichem Garten hast, sondern einfach darum, ob dein Zuhause – egal ob kleine Wohnung oder großes Haus – hundegerecht ist, z.B. genug Platz für einen Hund ist. Jeder Hund hat andere Bedürfnisse. So wird es schwer sein, einen Bernhadinermischling in einer kleinen Dachgeschosswohnung ohne Aufzug aufzunehmen.

Du kannst grundsätzlich immer davon ausgehen, dass die jeweiligen Tierschützer immer zum Wohle des Hundes entscheiden.

Jetzt würde mich aber mal interessieren, ob es bei dir eine Vorkontrolle gab und ob du einen Hund aus dem Tierschutz hast!

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2 comments

  1. Hallo Steffi,

    da war Boerne also mal ein Dave … auch niedlich 🙂 Cara hatte im Tierheim den Namen Conchita, Laika hieß Pocahontas nur Dingo hat seinen Tierheimnamen auch bei uns behalten.
    Damit hätte ich auch schon die Frage beantwortet, ob wir Tierschutzhunde hatten / haben. Was Kontrollen angeht war das sehr unterschiedlich. Bei Dingo gab es nach drei Jahren mal eine Nachkontrolle, aber vor gut 30 Jahren wurde das auch anders gehandhabt im Tierschutz.
    Vorkontrollen hatten wir keine, was aber auch daran lag, dass wir ja Laika und auch Cara zu uns geholt haben mit einem Zweithund.
    Bei Cara gab es zudem den Vorteil, dass das Tierheim sich auch über den Blog ein Blick von unserer Hundehaltung machen konnte.
    Ich kann Deinem Beitrag nur zustimmen – man sollte sich Zeit lassen, den Hund mehrfach besuchen, mit ihm spazieren gehen und ihn kennenlernen. Zumindest sollte man sich ausreichend Zeit lassen, denn man trifft die Entscheidung für einen Hund nicht mal eben so für ein paar Monate. Auch finde ich Gespräche mit den Mitarbeitern bzw. der Pflegestelle sehr wichtig, denn die können (meistens) den Hund einschätzen und gemeinsam findet man heraus, ob es passt oder nicht.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Hallo Isabella,

      du hast vollkommen recht und den kleinen Boerne erkannt. 😉
      Das ist natürlich super, dass das Tierheim sich schon ein Bild von eurer Hundehaltung über das Internet machen konnte. Da können die Tierschützer wirklich auf eine Vorkontrolle verzichten. Schließlich konnten sie euch so schon ein bisschen kennenlernen.

      Schön, dass ihr euch auch für Tierschutzhunde entschieden habt. 🙂

      Liebe Grüße
      Steffi

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