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South West Coast Path | Wanderung mit Hund | Devon

Heute habe ich einen ganz besonderen Wandertipp für dich. Mit Sicherheit hast du schon einmal von dem berühmten South West Coast Path gehört: Großbritanniens längstem Fernwanderweg. Er verläuft insgesamt 1.014 Kilometer von Poole Harbour in Dorset über Cornwall, Devon bis nach Minehead in Somerset, immer der Küste entlang. Insgesamt gilt die komplette Strecke als relativ anstrengend, da man im Vergleich fast viermal den Mount Everest besteigen würde, wenn man tatsächlich die ganzen 1.014 Kilometer zurücklegen würde. Angelegt wurde der Küstenpfad übrigens, um Schmuggler rechtzeitig zu entdecken: Denn von dem Pfad aus kann man in jede Bucht schauen, da der Weg möglichst nah an der Küste verläuft.

South West Coast Path

Natürlich haben wir nicht den gesamten South West Coast Path erkunden können und uns nur einen kleinen Ausschnitt für eine Wanderung ausgesucht. Diese ist aber schon so eindrucksvoll gewesen, dass ich dir nur empfehlen kann, hier einmal ein paar Stunden die wunderbare Ruhe zu genießen und entlang der Küste mit deinem Hund zu spazieren. Hunde sind hier nämlich – wie sollte es in England auch anders sein – herzlich willkommen und dürfen, wenn sie sich gut benehmen, auch gerne frei auf den Wegen laufen.

Wichtig ist hier nur, dass du immer gut abschätzt, wie nah ihr an der Küste seid und deinen Hund gegebenenfalls aus Sicherheitsgründen anleinst. Denn zwischenzeitlich geht man schon ziemlich nah am Abgrund und Hunde können die Gefahr nunmal nicht einschätzen. Vor allem, wenn sie ein bisschen abseits der Wege laufen. Auch wirst du auf die ein oder andere Schafherde treffen. Boerne sind Schafe zum Glück absolut egal und er weicht ihnen weitläufig aus.

South West Coast Path
South West Coast Path

Wir starten unsere Wanderung in Mortehoe

Mortehoe ist ein kleiner Ort an der Nordküste Devons in der Nähe von Ilfracombe. Für unsere Wanderung haben wir uns einen kleinen Abschnitt des South West Coast Path von etwas mehr als 9 Kilometern ausgesucht, die man in knapp 3 Stunden über einen Rundweg erwandern kann. Die Strecke selber ist gut zu bewältigen, gehört aber zu den anspruchsvolleren Abschnitten.

Unser Auto haben wir in Mortehoe Village auf dem Parkplatz abgestellt. Den Parkplatz findest du unter folgender Adresse: 5QPR+5R Woolacombe

Von dort aus, gehst du vorbei an der Kirche und folgst dem ausgeschilderten Coast Path Richtung Morte Point.

Das schöne an dem South West Coast Path ist, dass die Wege alle super ausgeschildert sind und du dich hier sehr gut orientieren kannst.

Wenn du die Möglichkeit hast, dann kann ich dir nur raten, ein Fernglas mitzunehmen. Im Wasser gibt es nämlich immer wieder Seehunde zu entdecken, die aus dem Wasser schauen. Wir hatten Glück und konnten ein paar von ihnen sehen.

South West Coast Path

An dem Tag unserer Wanderung konnten wir an der See das typisch englische Wetter genießen. Es war ein bisschen diesig und windig, dabei aber trotzdem recht warm. Optimale Wanderbedingungen also. Wie du auf den Bildern sehen kannst, ist der Weg recht abwechslungsreich und durch die vielen Stufen zwischenzeitlich auch recht anstrengend.

Das Kap des Todes

Auf dem folgenden Bild kannst du schön den sogenannten Morte Point (=Todespunkt) erkennen. Diese Stelle ist dafür bekannt, dass hier besonders viele Schiffswracks liegen. Allein im Winter des Jahres 1852 wurden an dieser Stelle fünf Schiffe zerstört.

Bull Point Leuchtturm

Weiter führt unsere Wanderung entlang der Küste zum Bull Point Leuchtturm. Inzwischen wurde der Leuchtturm automatisiert, so dass nun in dem ehemaligen Leuchtturmwärterhaus Touristen übernachten können. Eine schöne Idee, wie ich finde. Leider sind dort keine Haustiere erlaubt. Dennoch kann man in England den B&B Betreibern grundsätzlich immer eine nette Mail schreiben und einfach mal anfragen, ob man vielleicht mit einem Hund kommen darf. Manchmal ist es auf den ganzen Seiten im Internet nur falsch angegeben. Den Fall haben wir auch schon erlebt.

Auch der Rückweg ist ausgeschildert, führt aber ein Stück an einer wenig befahrenen Dorfstraße entlang.

Uns hat dieser Ausflug an der Küste Englands so gut gefallen, dass wir uns auf jeden Fall noch weitere Etappen vom South West Coast Path anschauen müssen. Auch für Boerne war der Ausflug aufregend. So aufregend, dass er abends im B&B direkt eingeschlafen ist.

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2 Kommentare

  • Isabella

    Ein wunderschöner Bericht von der Tour. Auch wenn ich sicher nie dort wandern werde, es hat Freude gemacht durch euren Beitrag zumindest virtuell etwas davon zu erleben.
    Die Aussichten sind so schön und man hat das Gefühl die See zuhören und etwas Wind zu spüren.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Steffi

      Dankeschön! Wir hatten dort auch wirklich eine tolle Zeit, konnten die wunderbare Aussicht genießen und ab und zu Mal ein paar Seehunde im Wasser entdecken. 🙂 Boerne konnte in der Zeit herrlich schnüffeln und er liebt es am Meer spazieren zu gehen.
      Liebe Grüße
      Steffi

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