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Nationalpark Eifel | Wanderung mit Hund

Nationalpark Eifel

Diesmal waren wir mal zur Abwechslung auch mal in Deutschland unterwegs und haben mit Boerne eine ziemlich lange Wanderung durch den Nationalpark Eifel gemacht. Die Eifel ist von uns aus nur etwas mehr als eine Stunde entfernt und ist somit optimal für einen schönen Tagesausflug geeignet. Als Startpunkt für unsere Tour haben wir den Parkplatz der ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang IP in Schleiden ausgewählt. Ein Tagesticket kostet hier 5 Euro. In unmittelbarer Nähe der Einfahrt gibt es auch kostenlose Parkplätze. Diese liegen dann aber doch noch ein ganzes Stück außerhalb, so dass es für uns nicht in Frage kam dort zu parken.

Vogelsang Internationaler Platz

Hunde sind hier auf dem gesamten Außengelände an der Leine erlaubt. In den Gebäuden und den Ausstellungen – wie meist üblich – leider nicht. Da wir aber sowieso eine Tageswanderung geplant hatten – und es im Moment einfach nicht angenehm ist, die ganze Zeit im Gebäude eine Maske zu tragen – war das für uns halb so schlimm. Für uns war es für diesen Ausflug schon interessant, die riesige Außenanlage zu besichtigen und an dieser Stelle bereits unsere Wanderung zu starten. Denn von hier aus ging es erst einmal unzählige Treppenstufen hinab zum Rande des Geländes, um zu den Waldwegen zu gelangen. Unsere Wanderung führte uns zunächst in Richtung Urfttalsperre und von dort aus weiter nach Wollseifen und zurück nach Vogelsang.

Insgesamt sind wir gut 15 Kilometer gelaufen und haben gut 5 Stunden für die Strecke gebraucht. Natürlich haben wir zwischendurch auch immer wieder Pausen gemacht und ein kleiner Tipp für dich, nimm auch deinem Hund genug zu trinken mit. Zwischendurch haben wir keine Wasserstellen gefunden, an denen Boerne hätte trinken können.

Urttalsperre im Nationalpark Eifel

Unser erster Streckenabschnitt führte uns über die Victor-Neels-Brücke entlang des Urftstausees zur Urfttalsperre. Hunde müssen hier – wie auch auf dem gesamten Weg, den wir gelaufen sind – übrigens an der Leine geführt werden. Das ist für unseren Boerne aber nicht weiter tragisch. Natürlich ist es schöner, wenn er frei laufen kann, aber für so eine lange Strecke mit deutlichen Höhenunterschieden ist es gar nicht so schlecht, wenn wir Boernes Laufpensum ein bisschen reduzieren. Da er ja nicht mal ansatzweise erahnen kann, wie weit wir laufen, kann er sich seine Kräfte auch nicht selbst einteilen. Und ich möchte die letzten Kilometer kein 20 Kilogramm schweres Boernehundchen auf dem Arm den Berg rauf tragen. Und ich glaube, dass Boerne das auch ziemlich unbequem finden würde. Getragen werden findet er nämlich ziemlich uncool.

Nationalpark Eifel

Angekommen an der Staumauer konnten wir in Ruhe die schöne Aussicht genießen. Glück mit dem Wetter hatten wir auch! Hier gibt es auch ein kleines Ausflugslokal, sowie die Möglichkeit eine Schiffsfahrt (auf dem benachbarten Rurstausee) zu buchen. Das Angebot haben wir allerdings nicht genutzt. Für uns ging es weiter über die Staumauer Richtung Wollseifen.

Verlaufen kann man sich hier übrigens zu keinem Zeitpunkt. Es gibt kaum Abzweigmöglichkeiten und wenn doch, dann sind die Wege sehr gut ausgeschildert. Von der Staumauer aus führte uns nun ein sogenannter Wildnis-Trail weiter Richtung Wollseifen. Der Wildnis-Trail ist an einigen Stellen recht Steil, uneben und ab und zu auch ziemlich schmal. Man sollte hier also – wie immer – gutes Schuhwerk tragen.

Was uns hier nicht so gut gefallen hat, waren leider mal wieder einige wenige rücksichtslose Radfahrer. Meine Erlebnisse mit verschiedenen Radfahrertypen auf unseren Gassirunden kennst du ja sicher schon. Diesmal waren es Mountainbiker, die viel zu schnell auf den Wanderwegen unterwegs waren und durch die, auf den kurvigen Wegen, dann fast auch noch Wanderer über den Haufen gefahren hätten. Zweimal war es echt ziemlich knapp und einmal wäre ein Mountainbiker fast in eine Hundeleine gefahren. Eigentlich hätte man dort auch gar nicht mit dem Fahrrad fahren dürfen, wie einige Hinweisschilder deutlich machten.

Wollseifen – Das verlassene Dorf

Weiter führte unser Weg durch ein lichtes Waldgebiet bis wir schließlich die ehemalige Ortschaft Wollseifen erreichten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf von britischen Streitkräften geräumt und das Gelände bis 2005 als Truppenübungsplatz Vogelsang genutzt. Einige der alten Gebäude, wie z.B. die Kirche kann man sich von außen ebenso wie die damals – speziell für den Häuserkampf – neu errichteten Häuser anschauen.

Hier oben gibt es auch die Möglichkeit eine kleine Pause einzulegen und sich an einigen Infotafeln noch mehr über die Geschichte des Dorfes zu informieren. Ab hier ändert sich dann auch ein wenig die Landschaft und man hat einen herrlichen Blick über den Nationalpark Eifel. Der unbefestigte Wanderweg führt nun weiter zurück nach Vogelsang und zum Parkplatz.

Auf diesem Bild kann man den Ausgangspunkt unserer Wanderung gut erkennen und von hier aus ist es dann noch gut eine Stunde bergauf und bergab zurück zum Auto.

Die Wanderung durch die Natur hat uns sehr gut gefallen und obwohl wir an einem Samstag unterwegs waren, waren die Wege auch nicht überlaufen. Wir waren die meiste Zeit für uns. Einzig die Mountainbiker, die immer mal wieder eine übertrieben flotte Fahrweise an den Tag gelegt hatten, waren ein bisschen störend. Für uns nicht unbedingt nachteilhaft war die Leinenpflicht. Aber natürlich ist es auf Wanderungen immer schöner, wenn Hunde freilaufen können.

Bist du schon im Nationalpark Eifel gewandert? Ist die Leinenpflicht für dich ein Grund nicht dort wandern zu gehen?

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