Ein Besuch bei Agatha Christie – Greenway House

Greenway House

Agatha Christie begegnete uns während unseres Aufenthaltes in England ständig. So war uns bereits am Vortag aufgefallen, dass der Stream Train, mit dem wir gefahren an einer Station halt machte, die zu Agatha Christies Sommerhaus führte. Für uns war schnell klar, dass wir dieses Haus gerne besichtigen wollten. Hunde sind hier außer im Haus selber überall erlaubt und da wir dieses Jahr erstmalig richtige National Trust Member sind, war der Eintritt (und der Parkplatz) für uns sogar kostenlos.

Das Sommerhaus von Agatha Christie

Das Greenway House liegt wunderschön am Ufer des River Dart in Devon. Agatha Christie kaufte das Anwesen im Jahr 1938 zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem bekannten Archäologen Max Mallowan für 6000 Pfund. Die Sommer verbrachten Christie und ihr Mann von nun an in diesem Haus und den dazugehörigen 14 Hektar Land. Inzwischen haben ihre Nachkommen das Anwesen an den National Trust vermacht, der ca. 1 Millionen Pfund an Spenden in die Restaurierung und Wiederherstellung steckte.

Natürlich diente Greenway House auch als Drehort für die Verfilmung ihres Romans „Mord mit verteilten Rollen“.

Absolut hundefreundlich

Ich kann jedem von euch nur raten, dieses Haus und auch die Gärten einmal ausgiebig zu erkunden. Auch gerne mit euren Vierbeinern. Überall standen Wassernäpfe bereit. Und ja, die Engländer haben viel Humor! 😉

Toll ist auch, dass man – wie eigentlich überall beim National Trust – am Eingang eine kleine Karte bekommen hat, die nicht nur die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Wege anzeigt, sondern auch, wo genau die Mülleimer für die Hinterlassenschaften der Hunde zu finden sind. Selbstverständlich sollte natürlich auch sein, dass Hunde hier überall an die Leine gehören. Das finde ich auch absolut in Ordnung und jeder hält sich daran. 🙂

Das Sommerhaus haben wir – natürlich nacheinander – zuerst besichtigt. Für den wartenden Hund und den dazugehörigen Halter, gibt es in der Nähe des Hauses – auch überdachte – Sitzmöglichkeiten. 

Das Anwesen

Im Haus wird man sofort sehr nett empfangen und bekommt erste Informationen zum Haus, und Empfehlungen für einen Rundgang. Das Haus ist so hergerichtet, wie zu Lebzeiten Agatha Christies eingerichtet war. In jedem Raum warten ehrenamtliche Mitarbeiter des National Trust, die kleine Anekdoten über den jeweiligen Raum erzählen, Fragen beantworten können und Hinweise auf besondere Ausstellungsstücke geben. So wird man von Raum zu Raum geleitet, darf zur Erinnerung viele Fotos machen und erfährt unheimlich viel über das Leben der damaligen Zeit und die Bewohner des Hauses. Besonders positiv habe ich auch die Freundlichkeit der Mitarbeiter in Erinnerung. In jedem Raum wurde man herzlich empfangen. 

Auch mit Boerne vor der Tür zu warten wurde nicht langweilig. In regelmäßigen Abständen wurde man auf den Hund angesprochen, gefragt ob man ihn streicheln dürfe, wo er herkommt, wie alt er ist, wie er heißt usw. 😉 Ja Hunde sind sehr sehr beliebt in England und mit einem Hund an der Leine schafft man es maximal in den Bergen, eine halbe Stunde nicht angesprochen zu werden. 😉 Es ist aber schön zu sehen, wie positiv die Engländer auf Hunde zu sprechen sind. 

Weiter ging unsere Besichtigungstour durch die Gärten des Anwesens bis zu einem Bootshaus und einem kleinen „Hallenbad“. 😉 Hier durfte Boerne sogar mitkommen.

Vom Bootshaus aus hat man einen tollen Blick über den River Dart.

Auch der Garten ist wundervoll angelegt mit kleinen Wegen und unzähligen Pflanzenarten.

Leider mussten wir in den Gärten feststellen, dass Boerne sich leicht von der Natur veräppeln lässt. Für ein Foto wollte ich ihn schön hinsetzen und was soll ich sagen… auch Boerne weiß nun, dass das Grüne da hinter ihm auf dem Boden KEINE Wiese ist und er nicht übers Wasser laufen kann! Ich achte dann ab jetzt immer doppelt darauf, an welcher Stelle ich das Wörtchen „Sitz“ besser nicht verwende. 😉

Ein Besuch lohnt sich

Ein Besuch im Greenway House lohnt sich meiner Meinung nach nicht nur für Agatha Christie Fans. Hier gibt es so viel zu sehen und man kann hier sehr viel Zeit verbringen. Für uns ging es an dem Tag noch weiter. Aber trotz ein bisschen Regen, war es ein toller Ausflug und auch Boerne konnte die hundefreundliche Umgebung absolut genießen.

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