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Boernes Weihnachtstraum von Downton Abbey | Weihnachtsgeschichte

Weihnachten mit Boerne und Reva

[Anzeige, da Verlinkung] Die liebe Jessica vom Hundeblog Reva & Me hat sich dieses Jahr eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte für ihre Leser einfallen lassen und ich hatte das große Glück, diese schon vorab lesen zu dürfen. Da ich so begeistert von der Geschichte rund um ihre Berger des Pyrénées Hündin Reva und das Weihnachtsfest war, hat sie sich kurzerhand überlegt die Geschichte noch ein bisschen auszubauen und so kannst du hier nun lesen, was Boerne in der Weihnachtszeit erlebt hat und wie er Reva dabei helfen konnte, das Weihnachtsfest zu retten. Ich wünsche dir nun viel Spaß mit der Weihnachtsgeschichte:

Dies ist eine kleine Weihnachtsgeschichte, die sich rund um die Vierpfotenfreunde Boerne und Reva dreht und obwohl jeder der beiden Hunde seine ganz eigene und persönliche Weihnachtsgeschichte erlebt, am Ende doch noch zusammen finden. Lasst euch mitreißen, verzaubern und erlebt die ganz persönlichen Abenteuer rund um das diesjährige Weihnachtsfest, in diesem unverwechselbaren Jahr.

Mitten im Dezember

Unsere Geschichte beginnt an einem kalten Tag, anfang Dezember, irgendwo in einem kleinen Dorf, welches sich mitten in Nordrhein-Westfalen befindet. Um das kleine Häuschen, wo der besondere Held unserer kleinen Geschichte mit seiner Familie lebt, fegt der erste Winterschnee und draußen ist es eisig kalt. Unser ganz besondere Held ist der rumänische Mischlingshund Boerne, seines Zeichens Angsthund und der Mittelpunkt von Steffi und Markus, seinen Hundeeltern. 

Wie ein Angsthund ein Held sein kann fragst du dich? Aber klar geht das, denn jeder von uns hat seine ganz persönliche Superkraft und das gleiche gilt natürlich auch für ängstliche oder schüchterne Menschen bzw. Tiere. Aber warte es einfach ab, du wirst schon bald seine Superkraft erkennen, da bin ich mir ganz sicher. 

Aber zurück zur Geschichte….. Es ist also Anfang Dezember und Boerne liegt gemütlich auf seinem Hundesofa, welches im Wohnzimmer von Steffi und Markus steht. Während es im Kamin wohlig knistert, döst Boerne vor sich hin, bis er plötzlich aus seinem Schlaf hochschreckt. “Bing”!

Moment, war da nicht gerade ein Geräusch? Boerne spitzt seine puscheligen Ohren und wartet gespannt, was nun passiert. Und wieder macht es “Bing”! Boerne verdreht genervt die Augen, streckt sich und hüpft vom Hundesofa. “Man man man, alles muss man hier selber machen”, murmelt er vor sich hin während er mit gespitzten Ohren, dem Geräusch entgegen geht. 

Das ständige “Bing” kommt von Steffis PC, den auch Boerne regelmäßig nutzt, um sich mit seiner Hundefreundin Reva per E-Mails über das schwere Hundeleben und die nervigen Helikopter-Hundemamas auszutauschen. Außerdem muss Hund von Welt ja auch irgendwie seine Social Media Kanäle am laufen halten. Das geht heutzutage ja nur noch mit einer guten Vernetzung. Das Tippen und Schreiben hat der Boerne super schnell gelernt, da er ein guter Beobachter ist und somit leicht Dinge und ihre Zusammenhänge versteht und ganz leicht nachmachen kann. Aber nur wenn er will, versteht sich.

Boerne springt mit einem eleganten Sprung auf die gemütliche Couch von Steffi und Markus und öffnet die E-Mail, die gerade reingekommen ist. Sie ist von Reva, aus dem fernen Hamburg.

Angst um Weihnachten

Lieber Boerne,

langsam bin ich am verzweifeln, es ist Dezember, bald ist Weihnachten und dieses komische Corona-Dings-Bums, ist noch immer auf dieser Welt unterwegs und verbreitet Chaos unter den Menschen. Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, was das für das diesjährige Weihnachtsfest bedeuten könnte? All die ganzen Einschränkungen und Regeln, wie soll denn da der Weihnachtsmann herfliegen? Der kommt doch ohne Corona-Test in kein Flugzeug und all die braven Hunde, die auf ihre Geschenke warten….Wir können doch gar nicht so lange warten, bis die ganzen Quarantäne-Zeiten durchgestanden sind. 

Da muss doch irgendwas passieren, oder was meinst du, mein treuer Freund? Bitte helfe mir, du hast immer die besten Ideen! 

Wuff – deine Reva

Uff! Boerne atmet laut aus und muss sich erst einmal den Stress abschütteln. Da kommt Steffi in den Raum. “Oh Boerne, da kam eine E-Mail von Reva für dich, soll ich sie dir vorlesen?”, fragt Steffi ihren geliebten Hund und setzt sich neben ihn, auf die Couch. Boerne schüttelt den Kopf und kuschelt seinen Kopf, der sich grad ganz schwer anfühlt, auf Steffis Beine. Er beginnt zu grübeln und atmet dabei so schwer, dass Steffi beginnt, sich langsam Sorgen zu machen. Irgendwann ist Boerne eingeschlafen und träumt einen ganz wirren Traum. 

Der Weihnachtsmann hat keinen gültigen Corona-Test

Er träumt von einem Weihnachtsmann, der mit seinem Schlitten nicht abheben darf, da dieser keinen gültigen Corona-Test für alle Länder dieser Welt gleichzeitig vorzeigen kann und von all den lieben Hunden, die dieses Jahr traurig auf ihre Geschenke warten und bitter enttäuscht werden. Ob sich all die leckeren Knochen bis nächstes Jahr halten, die er sich auch selbst gewünscht hat? Als Boerne aufwacht, haben sich kleine Schweißperlen auf seiner schwarzen Hundenase gebildet und er leckt sie sich mit der Zunge ab.

Weihnachten darf nicht ausfallen, denkt er sich und beginnt sich so seine Gedanken zu machen. Während des restlichen Tages belauscht Boerne Steffi und Markus in ihren Gesprächen rund um Weihnachten und hört von den aktuellen Lockdown-Plänen der Regierung. Als abends alle schlafen, geht er zurück ins Wohnzimmer, klappt den Laptop auf und beginnt eine E-Mail an Reva zu tippen.

Hey Reva,

meine liebe Freundin, deine Worte haben mich in Panik versetzt und auch ich sehe es wie du. Es kann dieses Jahr, unter diesen Umständen kein Weihnachten geben, da muss jemand nachhelfen. Jemand mit ganz viel Mut und Vertrauen in sein Handeln. Ich bin es leider nicht, du weist ich bin einfach viel zu ängstlich und traue mir nicht viel zu, aber ich habe einen tollen Plan entwickelt. 

Meine liebe Reva, du bist genau die richtige dafür. Du musst Weihnachten retten! Du bist mutig, du hast schon einmal eine lange Reise durchgemacht, damals als du aus Russland hierher gekommen bist. Russland ist doch viel weiter weg als Lappland, denk ich mir, und das müsste ein Klacks für dich werden. Es wird aber trotzdem nicht leicht. Viele Gefahren lauern auf kleine Hunde wie dich, in dieser dunklen und gefährlichen Welt, aber mit meiner Hilfe schaffst du es. 

Hier ist mein super Plan: Ich habe dir ein Instagram-Konto errichtet, und dich bereits mit vielen Tieren dieser Welt vernetzt. Außerdem habe ich für dich schon Kontakte hergestellt zu Tieren die dich, per Anhalter quasi, auf deiner Reise begleiten werden und dir Stück für Stück helfen werden, deinem Ziel, dem Haus vom Weihnachtsmann näher zu kommen. Du musst nun folgendes tun: Mach dich morgen bereit aufzubrechen. Klau deinem Papa sein Handy und richte dir die Instagram App ein, bevor du aufbrichst. Nachts wenn alle schlafen, musst du los laufen. Pack dir einen kleinen Rucksack mit deinen Lieblingsquetschis ein, die hat deine Mama immer auf Vorrat hat und nimm deine Trinkflasche mit Wasser gefüllt mit. Vergiss deine dicken Winterjacken nicht. Endlich kommt die Kaufsucht deiner Mama, was Hundesachen angeht, mal zu Gute und dann mach dich bereit aufzubrechen.

Ich schreibe dir auf Instagram über Steffis Handy, von meinem Account, regelmäßig deine nächsten Reisestopps und wer dich dort erwarten wird. Dein Mut und meine Klugheit werden der Schlüssel für die Rettung des Weihnachtesfestes sein, meine liebe Freundin. Und nun schlaf dich aus, du wirst es brauchen.

Wuff – dein Boerne

Aufregung

Nach dieser E-Mail vergingen die Wochen und Boerne hörte nichts mehr von Reva. Obwohl er nicht wusste, wo sie sich gerade aufhält oder ob sie gut voran kommt, versorgte er sie täglich mit Nachrichten auf Instagram und Infos zu ihrer Reiseroute und deren kleinen Reisehelfern. Aber er bekam nie eine Antwort. Das machte ihm immer mehr Sorgen und so bat er die liebe Steffi, mal bei der Mama von Reva nachzufragen. Immerhin war es nun schon der 23. Dezember und er hatte einfach keine Ahnung, wie es seiner lieben Hundefreundin so geht. Lebt sie überhaupt noch oder ist ihr etwas zugestoßen?

Fragen über Fragen, die ihm auch leider seine Steffi nicht beantworten konnte. Denn auch ein Telefonat mit Revas Mama brachte keine zufriedenstellend Antwort, da auch diese schon länger nichts mehr gehört hatte. Aber nun hatte Boerne wenigstens einen kleinen Zwischenstand bekommen. Denn die letzte Info, über Revas Rettungsmission, hatte ihre Mama vor einer Woche erfahren, als diese in Lappland angekommen war und nun einen Begleiter dort suchte, da der Kontakt, den Boerne rausgesucht hatte, sich leider als hinterhältig herausgestellt hatte und nun umdisponiert werden musste. 

Ist Reva in Gefahr?

Reva hatte in ihrer letzten Nachricht von vielen dunklen und finsteren Gestalten dort vor Ort berichtet und dass nun der gefährlichste Teil der Reise auf sie warten würde. Das versetzte Boerne nun in helle Panik und er tigerte den ganzen Tag im Wohnzimmer auf und ab und konnte nicht aufhören zu grübeln. Was, um Himmels willen war denn nur passiert? Was hatte er in seinem guten Plan nicht durchdacht und wo hatte er wohl Fehler gemacht? Er konnte einfach keinen Fehler finden und hatte sich jedes Profil, der Reisehelfer, immer sehr genau angesehen, denn er wollte seine Freundin ja nicht in Gefahr bringen. Aber scheinbar war er dann doch etwas zu gutgläubig gewesen. 

Bei dem Gedanken an fremde und finstere Gestalten, lief es Boerne kalt den Rücken runter und er schüttelte sich immer wieder. Das war alles einfach viel zu viel Stress für so einen sensiblen Angsthund wie ihn. Hätte er das vorher gewusst, hätte er die Pfoten von der Tastatur gelassen und seine Freundin nicht auf diese gefährliche Reise geschickt. 

Abends war unser kleiner Held nervlich völlig erschöpft und legte sich zu seiner Steffi aufs Sofa. Steffi und Markus sahen sich die Weihnachtsfolge von Downton Abbey an, ihrer Lieblingsserie. Boerne kuschelte sich bei Steffi an die Beine ran, legte den Kopf dort ab, stöhnte genüsslich und versuchte seine Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Auch er liebte die Serie, denn es erinnerte ihn an einen tollen gemeinsamen Urlaub mit Steffi und Markus, die das Originalschloss Downton Abbey also “Highclere Castle” bereits besucht hatten.

Während er so da lag und sich von Steffi, den puscheligen Kopf kraueln ließ, verfiel er immer mehr in Trance und letztendlich fielen ihm die Augen zu, er konnte gerade noch hören wie Lady Cora Crawley in der Serie etwas zu ihrem Lord Robert Crawley sagte “Bitte reichen Sie mir mein Gewand, Mr. Carson, ich möchte gerne zum Frühstück gehen”.  Und schon war Boerne eingeschlafen.

Boernes Weihnachtstraum vom eingeschneiten Downton Abbey

Das Kaminfeuer knistert im Salon und Lady Steffi und Lord Markus sitzen auf der Chaiselongue und genießen das wärmende Feuer, während draussen vor dem Highclere Castle, ein wilder Schneesturm tobt. Der edle Schlosshund Boerne liegt direkt vorm Kamin und geniesst die wohlige wärme in seinem Fell. Lady Steffi steht auf, schüttelt ihre langen blonden Haare, rückt die schwarze Brille zurecht und zieht sich einen wollenen Cardigan über. “Komm Boerne, wir wollen noch einmal durch den Schlossgarten spazieren, bevor wir zu Bett gehen”, und mit diesen Worten erhebt sich Boerne um seiner Herrin in den Garten zu folgen.

Dort hat sich in den letzten Stunden immer mehr Schnee angehäuft und er muss sich richtig anstrengend, um voran zu kommen. Lady Steffi schnappt sich ein Schneeschaufel, die einer der Gärtner vergessen hatte wegzuräumen, und beginnt, etwas Schnee aus dem Weg zu schieben, damit sie beide einen kleinen Spaziergang machen können. Sie gehen bis zur Weide. Dort kontrolliert Lady Steffi noch einmal, ob alle Schafe auf der Weide stehen. Dann geht es zurück und es wird langsam dunkel auf dem herrschaftlichen Anwesen in Hampshire.

Am nächsten Morgen, dem Weihnachtsmorgen, liegt soviel Schnee, dass Lady Steffi verzweifelt ist, denn eigentlich stand heute das Familiendinner auf dem Plan und auch die Bestellung mit dem hauseigenen Gin sollte noch geliefert werden. Was wird denn nun aus den ganzen Plänen? Sie wirft einen Blick auf ihren Schlosshund Boerne, welcher ihre Sorgen zu Verstehen scheint und dieser geht schnurstracks zum Telefon und legt sich davor. 

“Ah ja, eine gute Idee mein Bester”, sagt Lady Steffi und greift zum Hörer. Es folgen viele Telefonate mit der Familie und mit Lord Markus. Dann geht Lady Steffi ins Ankleidezimmer um kurz darauf in einem eleganten Reitoutfit mit Boerne das Haus zu verlassen. “Komm, du sollst auch nicht frieren”, sagt sie nun und zieht ihm einen schicken Hundemantel über. Dann gehen beide zum Stall, sie sattelt ihr Pferd und reitet hinab ins Dorf. Es wird ein langer, schöner Ausritt und Boerne kann sich richtig austoben. Er schnüffelt hier und da und darf sogar Enten jagen gehen. Auf dem Rückweg ist Lady Steffi glücklich und wirkt ganz geheimnisvoll.

Zurück im Schloss wartet Lord Markus bereits auf seine Frau. “Liebste, wann kommen deine Schwester und die Kinder?” “Gar nicht, liebster”, antwortet sie ihm. “Aber warum hat die Köchin dann den ganzen Salon so elegant gerichtet und in der Küche duftet es nach den himmlischen Gerichten. Wofür dann die ganzen Mühen?” Lord Markus schaut fragend zu seiner Frau hinüber, die mit einem geheimnisvollen Lächeln in den Salon verschwindet. “Ach liebster, du wirst schon sehen, aber bitte, zieh dich um, die Gäste kommen bald”. “Welche Gäste, wir haben nichts zu trinken und wohl viel zu viel zu essen, aber gut bekommt das liebe Vieh heute halt etwas ab”, mit diesen Worten verschwindet Lord Markus in seine Gemächer.

Lady Steffi schaut sich im Salon um. Überall stehen festliche Blumengestecke und hohe Kerzen erhellen die Tafel. Auf dem weißen feinen Tischtuch steht ein elegantes Geschirr und Lady Steffi rollt rote Servietten in die Servitenhalter. Dann stellt sie kleine Namensschilder auf und stellt den halbtrockenen Sherry, aus Lord Markus geheimen Barschrank, auf den Tisch. Dieser bildet den Aperitif. Danach folgt ein eleganter Burgunder oder auch Claret, dieser passt am besten zum geplanten Fischgericht. Den Abschluss bildet dann ein eleganter Whisky oder kräftiger Portwein. Als die Tafel gedeckt ist, geht sich Lady Steffi umkleiden und kurz darauf klopft es an der Schlosstür.

“Liebling, die Gäste sind da, kommst du bitte?”, holt Lady Steffi ihren Mann aus dem Arbeitszimmer ab. Auch er ist mittlerweile umgekleidet und folgt seiner Gattin ohne zu fragen, in den Salon. Er hat es längst aufgegeben, Fragen zu stellen, da sie ihn immer wieder mit ihrer Großherzigkeit und Güte überrascht. So auch diesmal, denn im Salon stehen alle Bedienstete in ihren schönsten Gewändern und warten gespannt auf Lord und Lady.

Schnee

Lord Markus, als Gastgeber, geht zur Köchin, da diese die älteste Dame ist, und bietet ihr seinen Arm an, um sie zu ihrem Platz zu führen. Danach folgt Lady Steffi, die ihren Arm dem Kutscher anbietet. Kutscher und Köchin sitzen nebeneinander, am Tafelkopf. Dann bittet Lady Steffi ihre Gäste, sich den entsprechenden Platz zu suchen und sie erhebt das Glas “Meine Lieben, auch wenn dies ein etwas anderes Weihnachtsfest ist, da meine Schwester mit ihren Kindern nicht Anwesend sein kann, wegen dem Schneesturm, so ist dies dennoch ein Fest der Familie. Denn sie alle sind unsere Familie und somit wünschen wir Ihnen allen, ein besinnliches Fest und nun lassen sie es sich schmecken”. Und mit diesen Worten der Güte beginnt das etwas andere Weihnachtsfest. Die feinsten Speisen werden nach und nach aufgetragen und auch für Boerne fallen die tollsten Leckereien ab. 

Als Boerne sich an der selbstgefangenen Ente satt gegessen hat, geht er zum Kamin und legt sich auf seine Decke die direkt vor dem prasselnden Kamin liegt und seine Augen werden immer schwerer. Langsam schläft er ein und beginnt zu träumen.

Ein Eisbär sitzt im Kamin fest 

“Rumps” machte es laut und Boerne war schlagartig in aufrechter Position. Was war los? Was war passiert? Wo sind denn alle hin und warum sieht der Palast plötzlich wie das Wohnzimmer von Steffi und Markus aus? Boerne verstand nicht, was denn nun los war, so war er doch eben noch mitten in England. Oder etwa nicht? Boerne war durcheinander, es fühlte sich so echt und so gut an, irgendwie beruhigend und nach so viel Spaß, ganz ohne die Sorgen um seine Freundin Reva. “Oh nein, Reva”, sagte Boerne leise. Langsam dämmerte es ihm und er wusste wieder was passiert war. “Oh je, ich muss eingeschlafen sein”, sagte Boerne und er schüttelte den Kopf. Er stand noch etwas neben sich. 

Boerne sprang vom Sofa und wollte Richtung Schlafzimmer gehen, um sich zu Steffi und Markus zu kuscheln, die ihn im Wohnzimmer haben schlafen lassen, da er die Tage so gestresst gewirkt hatte. Als es plötzlich wieder laut rumste. “Rumps”, und nochmal “Rumps”. Boerne sprang erschrocken hinter die Couch und machte sich ganz klein. Das sind bestimmt Einbrecher, dachte er sich und zitterte. Er hasste fremde Menschen und hatte fürchterliche Angst vor ihnen. Er wusste, er müsste nun Haus und Hof bewachen, aber er wollte sich lieber hinter der Couch verstecken. Und so suchte er hektisch nach einer Decke unter der er sich verstecken konnte, aber leider lag da nix.

“Nun drückt doch mal, ich stecke fest, bitte helft mir”, dröhnte es dumpf aus dem Kamin. Ein sprechender Kamin? Nun wurde es Boerne unheimlich zumute, aber er hatte sich nicht verhört, die Einbrecher mussten im Kamin feststecken, denn da war wirklich jemand drin. Vorsichtig lugte Boerne mit seinem Köpfchen um die Ecke und schielte mit einem Auge zum Kamin. Wie gut, dass Steffi die Weihnachtsbaumbeleuchtung angelassen hatte, denn so konnte er das Wohnzimmer perfekt sehen und auch den Kamin hatte er fest im Blick. Aber was war denn das? Da ragten zwei zappelnde Beinchen aus dem Kamin. Und die sahen nicht menschlich aus, dachte sich Boerne. 

Boerne hielt die Nase hoch und schnupperte ordentlich, denn dieser Geruch war tierisch. Es roch nach ….. Fisch….. ja ganz genau…nach Fisch. Aber ein Fisch hat doch keine Beine, dachte er sich. Eigentlich wollte er sich wieder verkriechen und hoffen, dass die fischigen Einbrecher mit ihren weißen Fellbeinen, nicht hinter der Couch nach wertvollen Dingen suchen würden. Aber da fiel ihm wieder Reva ein und wie mutig sie nun durch Die Welt reiste, nur um den anderen Hunden das Weihnachtsfest zu retten. Also fasste er sich sein Hundeherz, verließ mutig sein Versteck und ging mit zitternden Schritten zum Kamin.

“Halt! Stopp! Wer ist da? Das hier ist mein Haus, keinen Schritt weiter!”, rief Boerne. Wobei dies ganz leise klang und als er keine Antwort bekam, wollte er gerade zum wilden Gebell starten, als das Wohnzimmer plötzlich zu wackeln begann und ehe es sich Boerne versehen konnte, kam eine riesige schwarze Rußwolke aus dem Kamin. “Blop”, machte es und vor ihm. Mitten im Kamin saß ein schwarzer Bär. Der Bär stand auf, fasste sich an seinen pelzigen Kopf und schüttelte sich kräftig. Boerne begann zu husten und konnte nicht mehr aufhören. Nun staunte er nicht schlecht, denn der schwarze Bär war jetzt weiß. “Wer bist denn du und wo sind die Einbrecher?”, fragte der verdutze Boerne zögernd.

“Bist du Boerne?”, fragte der Bär. Boerne nickte verdutzt. Warum kannte der Bär seinen Namen? “Achtung ich komme”, kam es vom Dach und der Bär ging zum Kamin, hielt seine großen Tatzen unter die Kaminluke und nach einem kurzen Zischen und einer weiteren Russwolke stand der Eisbär mit Reva im Arm vor Boerne. “Lass mich runter Merlin”, sagte Reva und schüttelte sich den Staub aus dem Fell. Nun war Boerne völlig durcheinander.

Boerne trifft den Weihnachtsmann

“Reva, was machst du denn hier?”, fragte er seine kleine Freundin, die freudestrahlend vor ihm stand und sich müde an den Bären kuschelte. “Hallo Boerne! Das ist eine Überraschung oder? Darf ich dir Merlin und den Weihnachtsmann vorstellen?”, fragte Reva ihren verdutzen Freund. “Weihnachtsmann? Merlin? Oh man ich glaub ich träume noch immer…. ich muss ganz schnell in mein Körbchen zurück. Schlafwandeln soll ja nicht gesund sein”, murmelte Boerne, und will gerade zu seinem Hundesofa gehen, als plötzlich ein großer Mann in rotem Mantel und mit einem weißen langen Bart vor ihm steht. Tatsache, da war wirklich der Weihnachtsmann. In seinem Wohnzimmer. Mit einem Eisbären. Boerne war sprachlos. 

Da sprach der Weihnachtsmann: “Fürchte dich nicht kleiner Boerne. Dank Dir konnte das Weihnachtsfest gerettet werden. Nur durch deine Idee und deine tolle Organisation, konnte Reva zu mir reisen und mich finden. Du hast ihr den Mut gegeben, den sie brauchte, um der Welt ihr wohlverdientes, friedliches Weihnachtsfest zu schenken. Ich wollte dir persönlich danken und Reva wollte dir dein Geschenk persönlich übergeben”. Boerne wurde bei den Worten des Weihnachtsmannes ganz warm ums Herz und lächelte glücklich. Haben sie es also wirklich geschafft. Er platzte fast vor Stolz und ging Reva herzlich umarmen. 

Reva überreichte ihm ein grunzendes Schwein welches er sich so sehr gewünscht hatte und der Weihnachtsmann nannte es Pig. Boerne platzte vor Stolz und bot an, dass man gemeinsam Kekse und Milch verdrücken könnte. Und während die kleine Gruppe im Wohnzimmer so da saß und Kekse futterte und Boerne sich die spannende Geschichte von Reva Abendteuer erzählen ließ, ging plötzlich das große Licht im Wohnzimmer an und Steffi stand mitten im Raum. Sie blinzelte und rieb sich die müden Augen. “Weihnachtsmann, Eisbär, Reva…. alles klar…. ich geh wieder ins Bett…. das kann ja alles gar nicht wahr sein…. und Boerne, denk dran hinterher aufzuräumen. Ich will morgen keine Kekskrümmel am Boden liegen haben, hörst du?”. Dann ging das Licht aus und Steffi verschwand im Schlafzimmer. Die kleine Gruppe begann leise zu lachen und nachdem alle Kekse verspeist waren, verabschiedete sich Börne von seinen neuen und alten Freunden und ging auch ins Schlafzimmer. Dort verkroch er sich in sein Körbchen neben Steffi und schlief glücklich ein. Weihnachten war dank ihm und Reva wirklich gerettet worden und morgen würde alles wie jedes Jahr sein, wenigstens dieses Ereignis war in diesem Jahr geblieben wie er es gewohnt war und so schlief unser kleiner Held ein.

Frohe Weihnachten!

Möchtest du nun wissen, was Reva auf ihrer Reise zum Weihnachtsmann erlebt hat? Dann schau ganz schnell hier vorbei: Reva rettet Weihnachten!

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