Whale watching auf der Isle of Mull mit Boerne

Tobermory

Unsere Rundreise durch Schottland führte uns natürlich auch auf die Isle of Mull. Über unsere Unterkunft und die Anfahrt mit der Fähre habe ich hier bereits berichtet. Schon vor Antritt unserer Reise stand für uns fest, dass wir unbedingt Wale, Delfine und andere Meeresbewohner sehen wollten. Und so informierten wir uns im Vorfeld ausführlich darüber, welche Möglichkeiten es gibt und ob so eine „Whale watching“ Tour auch mit dem Wohl der Tiere zu vereinbaren ist.

Im Internet fanden wir verschiedene Anbieter, die solche Bootstouren anbieten und entschieden uns für Sea Life Surveys. Hierbei handelt es sich um eine Organisation, die das Leben der Wale in der Nähe der Insel Mull erforscht und schützt.

Die Schiffe sind super hundefreundlich

Boerne durfte natürlich auch mitfahren und so konnten wir uns für die lange Tour von 6,5 Stunden entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, die Meeresbewohner zu treffen, ist hier natürlich am Größten, da wir viel weiter rausfahren konnten. Gebucht haben wir die Bootsfahrt bereits im Vorfeld zu Hause übers Internet. Die Kosten lagen bei ca. 80 £ pro Person und Boerne durfte kostenlos mitfahren. Für so eine lange Tagestour ist das absolut in Ordnung. Man muss sich aber bei so einer Tour auch vorher im Klaren sein, dass es keine Garantie dafür gibt, auf Wale oder Delfine zu stoßen. Die Tiere leben hier in ihrer gewohnten Umgebung im Meer und nicht wie im Zoo hinter einer Glasscheibe, die jederzeit einen Blick auf die Tiere freigibt.

Die Tour began an einem kleinen Wartehäuschen im Hafen von Tobermory. Dort sammelten wir uns (ca. 15-20 Personen) und wurden aufs Schiff geführt.

Whale watching mull

Boerne wurde dort (wie fast überall) mal wieder am nettesten begrüßt. Der Schiffsführer hatte selbst einen Hund dabei und so gab es für beide Tiere erstmal ein paar Leckerchen. Danach hat Boerne sich brav unter eine Bank gelegt.

Wir haben tatsächlich Wale gesehen!

Während der Fahrt erklärten uns (angehende) Meeresbiologen zunächst anhand von Bildern sehr ausführlich, welche Tiere wir mit Glück sehen können und wie das Leben der Tiere unter und über Wasser aussieht. Leider war es ziemlich regnerisch an dem Tag, aber wir waren gut vorbereitet und hatten regenfeste Kleidung dabei. Fotografieren war im Regen allerdings kaum möglich und so müsst ihr mir einfach glauben, wenn ich euch sage, dass wir sowohl Schweinswale (ganz in der Nähe des Bootes) und auch Zwergwale gesehen haben. Ein bisschen kann man den Schweinswal (mit den Delfinen verwandt) auf dem Foto unter der Wasseroberfläche erahnen. Sie sind einfach zu schnell für meine Kamera! 😉

Schweinswal

Auch sehr viele verschiedene Vogelarten, wie z.B. einen Seeadler konnten wir vom Boot aus beobachten. Wer findet ihn auf dem nachfolgenden Foto? 😉

Seeadler

Abstecher zur Isle of Muck

Nach ca. 3 Stunden erreichten wir die kleine Isle of Muck und hielten dort an, um eine kleine Pause von ca. 30 Minuten zu machen. Das war für die Hunde natürlich optimal. 🙂 Leider war es nicht ganz einfach, das Schiff mit unserem Hund zu verlassen. Wir mussten nämlich dafür über ein anderes Boot klettern und Boerne fand das natürlich super doof und verweigerte sich ein bisschen. Doch bevor er ins Wasser fallen konnte, packte sich ein Crewmitglied einfach den verdutzen Kerl und brachte ihn sicher ans rettende Ufer. 😉 Unser armer Hund muss schon was mitmachen! Der Weg aufs Schiff zurück verlief übrigens ähnlich. Aber ich fand es wirklich toll, dass uns so gut geholfen wurde. Die Lacher der anderen Leute auf dem Boot waren uns allerdings auch sehr sicher. Aber da muss man mit so einem verrückten Hund durch. 😉

Die Isle of Muck macht ihrem Namen alle Ehre. Muck bedeutet auf Deutsch Dreck und so sah es dort auch aus – dreckig! Ich bekam schon einen leichten Anfall, als ich halb ausgelaufene Ölfässer sah. Auch sonst war die kleine Insel mit ihren unter 30 Einwohnern nicht gerade ansprechend. Aber was soll es, Hauptsache der Hund durfte mal schnell aufs Klo! 😉 Zum Glück war das Wetter aber wenigstens ganz gut, als wir dort halt machten.

Es geht zurück nach Tobermory

Auf der Rückfahrt hatten wir das Glück und konnten in der Ferne einen Zwergwal beobachten. Auch konnten wir während der gesamten Fahrt immer wieder Tölpel sehen, die aus einer von ca. 15 bis 20 Metern im Sturzflug ins Wasser eintauchen. Das war wirklich eindrucksvoll!

Zurück im Hafen von Tobermory durften wir dann noch einmal erleben, dass ein Hund auch manchmal peinlich sein kann. 😉 Wir legten an und wollten gerade das Schiff verlassen, als Boerne sich plötzlich mitten auf dem Schiff übergeben musste! Da ist er wohl doch ein bisschen seekrank geworden. Alle Menschen um uns rum hatten dann furchtbar Mitleid mit dem armen Hund die Crewmitglieder kamen direkt mit einem Lappen angerannt und ich konnte es schnell wegmachen. Wahrscheinlich kennen die das schon. 😉

Habt ihr schonmal eine whale watching Tour mitgemacht? Vielleicht sogar in Schottland?

 

 

 

 

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