Mit Boerne bei den Fairy Pools – Isle of Skye

Fairy Pools

Nach unserer Wanderung zum Old Man of Storr sind wir am nächsten Tag zu den Fairy Pools gefahren. Das war überhaupt der Grund, warum ich unbedingt auf die Isle of Skye wollte. Ich hatte so viele tolle Bilder im Internet gesehen und so viel tolles über die Feen Pools gelesen.

Fairy Pools

Zum Glück hatten wir sehr gutes Kartenmaterial dabei und so fanden wir in der Nähe der Fairy Pools einen Parkplatz. Dieser lag ziemlich versteckt und war sehr matschig und man musste an der Einfahrt ein Cattle Grid überfahren. Das Cattle Grid sollte ja eigentlich kein Problem darstellen – EIGENTLICH! Wenn man ohne Hund unterwegs ist, ist es auch sicher kein Problem, mal eben über die Eisenstangen im Boden zu balancieren – es gab nämlich kein Tor für Fußgänger. Das haben wir aber erst gemerkt, als wir den letzten freien Parkplatz gefunden haben und auf dem Weg zur Straße waren. Also haben wir Boerne zweimal umständlich über den – recht hohen -Zaun geworfen gehoben. Mit einem Hund von 18 Kilogramm ist das noch machbar gewesen, aber alles was drüber liegt, geht ganz schön in die Arme. Also besser den Hund vorher aussteigen lassen. 😉

Es war voll an den Fairy Pools

Der Weg zu den Fairy Pools verläuft vom Parkplatz aus entlang einer Straße. Verlaufen konnte man sich dort nicht. Man musste einfach nur den Menschenmassen folgen. Ok – Menschenmassen ist ein wenig übertrieben, aber es war schon sehr, sehr voll. Auf dem Weg zu den Fairy Pools musste man auch an einigen Stellen den Fluss Brittle überqueren. Das war gut machbar, aber man sollte auch schon gut zu Fuß sein. Denn hier springt man von Stein zu Stein, um nicht nass zu werden. Hat bei uns super geklappt und Boerne hat den Weg auch gut gemeistert.

Die Bilder, die man im Internet von den Fairy Pools findet sind definitiv zum Großteil ordentlich bearbeitet. Daher waren die Erwartungen auch riesig. Ich kann schonmal sagen, dass es dort schön war, aber ganz anders, als ich mir vorgestellt hatte.

Fairy Pools Fairy Pools Fairy Pools

Die kleine Wanderung entlang des Flusses war schön, aber matschig. Da der Weg recht eng war, musste Boerne die meiste Zeit an der Leine laufen. Das diente zu seiner eigenen Sicherheit. Denn rechts ging es teilweise steil ab zum Fluss und wir waren halt nicht alleine unterwegs. 😉 An vielen Stellen hatte man die Möglichkeit zu den einzelnen Pools zu gelangen. Viele nutzen diese auch zum Baden und Sonnen, was leider dazu führte, dass man nur wenig fotografieren konnte und dort auch nicht einfach mal die schöne Aussicht genießen konnte. Auch gab es neben den Leuten die in den Pools planschten immer wieder Fotografen, die den Weg mit ihrem riesigen Stativ versperrten. Diese nahmen auch keine Rücksicht und so musste man immer mal wieder durchs flache Wasser laufen um diesen Hindernissen auszuweichen. Die Fotos kann man sicherlich – stark bearbeitet – inzwischen im Internet bewundern. 😉

Fairy Pools Fairy Pools Fairy Pools

Am Ende der Fairy Pools führt ein Wanderweg weiter, den wir allerdings nicht mehr bestritten. Witzig war nur ein Warnschild, dass man hier nur mit Wanderausrüstung weitergehen darf. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, aber wie auch schon auf unseren anderen Wanderungen in Schottland, haben wir auch hier viele Menschen gesehen, die mit unpassendem Schuhwerk unterwegs waren.

Boerne durfte sich natürlich auch mal kurz in einem Pool abkühlen, bevor es für uns zurück zu unserem Auto ging. Insgesamt waren wir dann ungefähr 2,5 Stunden hier unterwegs. Das reichte dann aber auch. Anstrengend war die kurze Wanderung nicht. Es ging zwar bergauf und manchmal musste man das Flüsschen überspringen, aber man kam auch – aufgrund der vielen Menschen auf dem schmalen Weg – nicht so schnell voran.

Fairy Pools Fairy Pools Fairy Pools

Ganz wichtig ist es auch daran zu denken, dass es dort die ein oder andere Mücke gibt. Das haben wir total unterschätzt, da wir die ganze Zeit über trotz Warnungen weder in Nordengland noch in Schottland, ein Mückenproblem hatten. Nur auf Skye hatten wir die kleinen Viecher tatsächlich angetroffen. Auch wenn wir wirklich sehr früh morgens unterwegs waren, hat das nicht wie erhofft eine ruhige Wanderung mit sich gebracht. Es gibt auf jeden Fall schönere und vor allem einsamere Ecken auf der Isle of Skye und wenn man nicht zufällig in der Nähe ist, sollte man sich hier lieber für eine Wanderung entscheiden. Vor allem, wenn man mit Hund unterwegs und die ganze Zeit aufpassen muss, dass er nicht vom Weg abkommt.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Plant ihr auch eine Reise zu den Fairy Pools?

Fairy Pools

 

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8 Kommentare

  1. Hahahaha, wir haben genau dasselbe erlebt bei den Fairy Pools: Hohe Erwartungen und dann ein klitzekleinesbisschen Enttäuschung! 😉 Bei uns war noch dazu das Wetter echt schrecklich … Aber einen Besuch sind sie trotzdem wert! 🙂

  2. Die Fairy Pools kenne ich nicht, aber die Isle of Skye steht ganz oben auf meiner Liste. Ich bin nur mal in Irland zufällig über eine Feen Lichtung gestolpert. Die war wunderschön und da war auch keiner. Ich mag solche Touristenattraktionen mit vielen Menschen nicht.
    Das Problem mit den Viehgittern kennen wir zu gut. Bei uns gibts ziemlich viele. Bei den meisten kann man zum Glück am Rand entlang balancieren oder den Hund unterm Zaun durchrobben lassen. Die 40kg kann ich nicht drüber heben.
    Ich finds toll das du hier über eure Reise berichtest. Da weiß man dann worauf man mit Hund achten muss.
    Liebe Grüße,
    Julia und Odin

    1. Liebe Julia,

      die Viehgitter habe ich in England/Schottland das 1. Mal gesehen. Meist war dort auch noch ein Tor daneben, durch das man mit Hund leicht durchgehen konnte. Nur dort irgendwie nicht.

      Ich mag auch lieber die ruhigeren Gegenden. Allerdings muss man an manchen Orten schon mit vielen Menschen rechnen, vor allem, wenn sie so berühmt sind! Dann muss man sich gut überlegen, was in diesem Moment wichtiger ist. Ruhe oder den besonderen Ort einmal gesehen zu haben. 😉

      Liebe Grüße
      Steffi

      1. Da warn ich dich gleich vor, falls du mal in Österreich bist. Hier gibts oft keine Tore.
        Wenn einem schlechtes Wetter nichts ausmacht, kann ich nur empfehlen sich solche Touristenattraktionen dann anzuschauen wenns regnet. Hab ich in Irland oft so gemacht und hatte z.B. die Cliffs of Moher für mich 🙂 und dann ist es sogar noch schön geworden.

        1. In Österreich ist mir das gar nicht so aufgefallen. Wir haben drei Wochen in der Zugspitz Arena Urlaub gemacht und waren auch viel wandern, aber dort sind mir die Gitter gar nicht aufgefallen.

          Durch die Rundreise waren wir in Schottland immer nur wenige Tage an einem Ort, aber das Wetter war wirklich überraschend gut in dieser Zeit und so „mussten“ wir teilweise bei gutem Wetter die Touren machen. 😉 Aber es stimmt, wenn es dann doch mal regnete, waren wir ziemlich alleine unterwegs! Das ist ein guter Tipp! Und meist wechselt das Wetter dort ja wirklich schnell!

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